Starkes Ding

Die Geschichte eines Verdingkindes, basierend auf den Erinnerungen meines Vaters
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Buchprofile - Rezension
Seine frühe Jugend verlebt Ernst als "Verdingkind" auf einem Schweizer Hof.
Ernst wächst mit sechs Geschwistern auf einem Bauernhof in den Schweizer Bergen auf. Die Familie ist arm, die Kinder sind an spartanische Verhältnisse und an das Mithelfen in der Landwirtschaft gewöhnt. Die Eltern gehen auf das Angebot ein, Ernst für einen Franken pro Tag als Hilfsknecht auf einen anderen Hof zu geben. Was der Junge dort erlebt, ist eine körperliche und seelische Überforderung. Es ist das grausame Schicksal eines "Verdingkindes", das in dieser Graphic Novel ausgebreitet wird. Diese moderne Form der Kindersklaverei wird heutige, junge Leser/-innen schockieren; tatsächlich war diese Praxis bis weit ins 20.Jh. bei mittellosen schweizerischen Familien verbreitet. Solch ein Schicksal erlitt der Vater der Autorin, der er als schon alter Mann von seiner Kindheit und Jugend erzählte. Die Formensprache dieser Bildgeschichte wie auch die handschriftlichen Texte nähern sich in ihrer Geradlinigkeit und Eindimensionalität der Erzählform eines Kindes an. Die Schwarz-Weiß-Zeichnungen fassen sehr subtil die Geschehnisse und das Erleben des Jungen ein. Weiche Lineaturen lassen die Figuren mit ihrer Umgebung verschmelzen, was jedoch mit zunehmender Traumatisierung als chaotische Überlagerung der Eindrücke abgebildet wird. Hier überträgt sich der Schrecken auf die Leser/-innen und zusätzlich verstört noch die tiefe Verbundenheit des Jungen zu den Tieren, während er doch seine Familie vermisst. Keine Bergidylle wird hier entworfen, vielmehr erleben wir ein ästhetisch überaus anspruchsvolles Werk, das die Erfahrungswelt eines Opfers abzubilden vermag.
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Artikelbeschreibung

«Inspiriert von der Senntumsmalerei erzählt Lika Nüssli von den jungen Jahren ihres Vaters Ernst als Verdingbub. In einem berührenden Bild- und Figurenkosmos verschmelzen unbeschwerte Kindheitsmomente mit dem harten Alltag und Überlebenskampf der Toggenburger Bauernfamilien und dem im Nachbarland tobenden Krieg. Kleine Pausen voller Glück bringen der Hauptfigur ihre verlorene Jugend und Freiheit zurück.»- Anette Gehrig, Direktorin und Kuratorin, Cartoonmuseum Basel

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