Rituale
13.02.2026

Was passiert am Aschermittwoch?

Er ist einer von nur zwei strengen Fastentagen in der katholischen Kirche. Aber was hat es sonst so mit dem Aschermittwoch auf sich? Und woher kommt die Asche?
    

Ein Priester zeichnet mit Asche ein Kreuz auf die Stirn einer Frau. Ein Priester zeichnet mit Asche ein Kreuz auf die Stirn einer Frau. Foto: © Harald Oppitz/KNA

In der Nacht vom Faschingsdienstag zum Aschermittwoch endet die närrische Zeit - in der Regel nicht sang- und klanglos oder gar still. In Köln etwa wird eine Strohpuppe verbrannt: der Nubbel, als Verantwortlicher für die Ausschweifungen während des Karnevals. In Düsseldorf und am Niederrhein wird der Hoppeditz zu Grabe getragen, in Bonn werden die leeren Geldbörsen im Rhein ausgespült. Auch in der schwäbisch-alemannischen Fastnacht gibt es den Brauch, dass die "Fasnet" - meist in Form einer Strohpuppe - verbrannt wird. Mancherorts fällt auch der Narrenbaum, ein weiteres Symbol für die Fastnacht, den Flammen zum Opfer.
    

Anzeige

Am Aschermittwoch beginnt dann die 40-tägige Fastenzeit vor Ostern. Seit dem Ende des 11. Jahrhunderts gibt es die Tradition, sich an diesem Tag in Gottesdiensten ein Aschenkreuz auf die Stirn zeichnen zu lassen. Asche gilt als Symbol der Trauer und Buße. Gewonnen wird sie durch das Verbrennen der gesegneten Palmzweige aus dem Vorjahr.

Bei der Spendung des Aschenkreuzes spricht der Priester die Worte "Kehre um und glaube an das Evangelium" oder "Bedenke Mensch, dass du Staub bist und zum Staub zurückkehrst". Zuvor segnet er die Asche und besprengt diese mit Weihwasser.

[inne]halten - das Magazin 06/2026

Plötzlich berühmt

Wie Ordensfrauen mit Videos im Internet Tausende begeistern

Lesen Sie im [inne]halten-Magazin unseren Themenschwerpunkt und weitere Geschichten und Berichte aus dem kirchlichen Leben.


Das Aschenkreuz steht für den Beginn der Bußzeit und zugleich für die Hoffnung der Christen auf Auferstehung. Der Aschermittwoch ist neben dem Karfreitag der einzige Tag, der in der katholischen Kirche als strenger Fastentag gilt. Das Kirchenrecht schreibt Abstinenz und Fasten vor.

Innehalten-Leseempfehlung
KNA
Artikel von KNA
Katholische Nachrichten-Agentur
Die Katholische Nachrichten-Agentur wird von der kath. Kirche getragen mit Sitz in Bonn.