Buchtipp
Damit das ganze Leben zum Gebet wird
Christian Kuster hat zwei neue Gebetbücher geschrieben. Der Religionslehrer teilt darin seinen Glauben und sein Leben.
Christian Kusters Bücher laden ein, sich von Gott finden zu lassen und mit ihm ins Gespräch zu kommen. Foto: © AdobeStock/doidam10
Sie legen mit „Mein Gebet für jeden Tag“ und „Die schönsten Gebete der Bibel“ zwei neue Gebetbücher vor. Warum beschäftigen Sie sich so sehr mit Gebeten?
Gebete sind Ausdruck meiner Ausrichtung auf Gott. Sie können die Leser anregen, ihr Leben zu reflektieren, zur Sprache zu bringen oder sich in den Gebeten wiederzufinden.
„Mein Gebet für jeden Tag“ ist für jeden, der sich von Gott finden lassen möchte. Ich habe darin sehr viel Erlebtes reflektiert. „Die schönsten Gebete der Bibel“ enthält Gebete aus der Bibel, die theologisch gedeutet werden. Sie kann jeder lesen, der sich mit der Bibel beschäftigt und kurze Impulse gebrauchen kann – für sich selber oder für eine Predigt oder Meditation. Dieses Buch lädt ein, nicht nur über Gott zu lesen, sondern mit ihm direkt ins Gespräch zu kommen: ehrlich, persönlich und tief.
[inne]halten - das Magazin 25/2025
Suche nach Einheit
Papst Leo beschwört am Ort des Konzils von Nizäa die Gemeinschaft der Christen.
Lesen Sie im [inne]halten-Magazin unseren Themenschwerpunkt und weitere Geschichten und Berichte aus dem kirchlichen Leben.
Was möchten Sie denn mit diesen Büchern darüber hinaus erreichen?
Ich möchte meine eigene Freude, meine eigene Beschäftigung mit dem Wort Gottes weitergeben. Es wäre natürlich wünschenswert, wenn dieser Funke überspringt. Aber das habe ich nicht in der Hand. „Das Feuer, das du in anderen entzünden willst, muss in dir brennen“, sagt Augustinus. In diesem Sinne versuche ich, mein Leben und meinen Glauben mit meinen Leserinnen und Lesern zu teilen.
Christian Kuster ist Religionslehrer in Rosenheim. Foto: © privat
Es ist mir sehr wichtig, dass ich die Menschen, mit denen ich im täglichen Leben zu tun habe, ins Gebet nehme, also meine Familie, meine Großfamilie, die Pfarrfamilie, die Schüler, die ich unterrichten darf, und die Kollegen, aber auch die Menschen, die die Welt regieren, kirchlicherseits und weltlicherseits. Und dass ich alles, was mich bewegt, vor Gott hintragen kann – nicht nur zu expliziten Zeiten, sondern immer wieder: auf dem Radl oder im Zug, beim Aufstehen oder am Frühstückstisch. Das ganze Leben wird so zum Gebet, wenn man sich darauf einlässt.



