Glaubenswelten
09.07.2025

„Wie ein Stuntdouble beim Film“ - ein zweites Gipfelkreuz für die Zugspitze 

Sicher zum Gipfelfoto – ganz ohne Risiko: In der Zugspitz-Ausstellung steht jetzt ein zweites Gipfelkreuz für alle, die den Berg nicht erklimmen können oder möchten. Ein Gipfelkreuz-Foto bei jedem Wetter – und mit kunstvoller Upcycling-Botschaft.
    

Das zweite Gipfelkreuz für die Zugspitze - eine wetterunabhängige und familienfreundliche Alternative. Das zweite Gipfelkreuz für die Zugspitze - eine wetterunabhängige und familienfreundliche Alternative. Foto: © Bayerische Zugspitzbahn

In Sandalen, mit Selfiestick in der Hand und ohne Vorerfahrung – auf Deutschlands höchstem Berg riskieren manche für das eine perfekte Gipfelfoto Kopf und Kragen. Was viele unterschätzen: Auch wenn der Weg von der Seilbahn zum Gipfel nicht weit wirkt, handelt es sich dennoch um alpines Gelände, so Laura Schaper, Sprecherin der Zugspitze. Um gefährliche Situationen von vornherein zu verhindern, gibt es jetzt eine wetterunabhängige und familienfreundliche Alternative: ein zweites Gipfelkreuz, das in der Ausstellung über die Zugspitze in der Bergstation steht.

Ein Kreuz für alle

Das neue Kreuz richtet sich vor allem an Besucherinnen und Besucher, die den Gipfel nicht erklimmen wollen oder können – aber dennoch nicht auf das klassische Erinnerungsfoto verzichten möchten. Es sei eine Alternative zum Original, betont die Zugspitzbahn.
    

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Kunst trifft Gipfelgefühl

Die Idee zum neuen Kreuz stammt von Bernhard Rieger, Künstler und leidenschaftlicher Bergläufer aus der Region. Die Zugspitze zieht sich wie ein roter Faden durch sein künstlerisches Schaffen – irgendwann kam ihm der Gedanke: „Warum nicht einmal das Gipfelkreuz anpacken?“ Und zwar nicht als sakrales Symbol, sondern als Kunstobjekt. Rieger arbeitete über ein Jahr an der Umsetzung. Von Anfang an war klar: „Ich will kein hochwertiges Kreuz machen.“ Stattdessen nutzt er Materialien aus dem Alltag – ganz im Sinne des Upcyclings.

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Upcycling statt Vergoldung

Sein Werk besteht aus sogenannten „regionalen Bodenschätzen“ – konkret: Abflussrohren, wie sie normalerweise unter der Erde verlegt werden. Die runde Form eignete sich perfekt für das Kreuz und bot auch die Möglichkeit Teile mit Hilfe von Muffen ineinanderzustecken. Statt wertvoller Vergoldung wie beim Originalkreuz auf dem Gipfel, glänzt das Double dank Goldfolie.

Ein Stuntdouble mit Botschaft

Rieger nennt sein Werk ein „Stuntdouble, wie beim Film“. Es soll dem echten Kreuz auf dem Gipfel eine kleine Pause verschaffen – und Raum für mehr Achtsamkeit. „Ich wünsche mir wieder mehr Wertschätzung und Andacht am Gipfel.“

Erinnerungsfotos mit dem zweiten Gipfelkreuz
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Linda Burkhard
Artikel von Linda Burkhard
Radioredakteurin, Moderatorin und Channel-Managerin
Verantwortet die Zulieferung an externe Radiosender, berichtet über aktuelle und bunte Themen rund um Kirche und Glaube aus ganz Bayern.