Adieu, Ella

Eine wahre Geschichte vom Festhaltenwollen und Loslassenmüssen | Memoir über Verlust, Trost und Trauerbewältigung
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Buchprofile - Rezension
Eine Frau schildert eindrücklich, wie sie den Krebstod ihrer Tochter durchlitten hat.
Elke Rutzenhöfer erlebt das wohl Schlimmste, was einer Mutter widerfahren kann: Bei ihrer Tochter wird Krebs diagnostiziert, und nachdem es zunächst nach Heilung aussah, bekommen beide bald die niederschmetternde Diagnose: unheilbar. Mit viel Empathie beschreibt die Autorin, wie sie, der Partner ihrer Tochter, die Familie und Freunde sich aufopferungsvoll um die Todkranke kümmern. Wie sie den tragischen Tod durchstehen konnten und wie die Mutter danach mühsam versucht, wieder zu einem für sie normalen Leben zurückzukehren, Nur langsam gelingt ihr dies, und bis zum Schluss verharrt sie in Verbitterung über ihr Schicksal und leidet immens unter dem Tod ihres gelebten Kindes. - Dieses Buch ist hochemotional geschrieben. Sicher kann es für Leserinnen und Leser, die ebenfalls einen Angehörigen durch den Tod verloren haben oder ihnen dies noch bevorsteht, helfen, hilfreich sein in ihrer Situation. Was noch schöner wäre, der Autorin aber leider (noch) nicht gelungen ist, wäre eine Beschreibung, wie sie das furchtbare Erlebnis so verarbeitet, dass für sie ein gangbarer Weg in ein normales Leben beginnen kann. Dennoch für die Abteilung Lebenshilfe von Büchereien jeder Größe zu empfehlen.
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Artikelbeschreibung

Elke Rutzenhöfers Tochter Ella hat sich nach einem Hirntumor ins Leben zurückgekämpft und ihr Studium wieder aufgenommen. Doch dann kommt ein Rückfall. Nur wenige Monate bleiben Mutter und Tochter, um das Unaussprechliche zu begreifen, bevor Ella im Kreise ihrer Liebsten und in den Armen ihrer Mutter für immer einschläft. Ein Schicksal, das sprachlos macht - doch Elke Rutzenhöfer findet in diesem zutiefst persönlichen Buch Worte. Über das unfassbare Leid, die unbändige Wut und Bitterkeit, die sie spürt. Und für die schier unvergleichliche Liebe einer Mutter zu ihrem Kind: »Ich habe spüren können, wie es ist, wenn man sein Leben für das eines geliebten Menschen hergeben möchte. Das ist eine existenzielle Wahrheit, in die ich mich auch heute noch hineinversenken kann.«

Eine wahre Geschichte vom Festhaltenwollen und Loslassenmüssen, die durch literarische Qualität und emotionale Tiefe besticht. Ein Zeugnis tiefer Liebe und jener winzigen Hoffnungsschimmer, die ein Weiterleben erst möglich machen. Und ein authentisches Buch für Menschen, die sich in ihrem Schmerz nach einem schweren Verlust nicht allein fühlen möchten.

»Die Trauer über den Tod eines geliebten Menschen ist groß. Elke Rutzenhöfer kann diese Trauer um den Verlust ihrer jungen Tochter Ella glaubwürdig, ehrlich, spannend und bisweilen humorvoll darstellen. Ich wünsche niemandem solch eine Katastrophe, aber ich empfehle allen, dieses Buch zu lesen
Rafik Schami

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Personeninformation

Elke Rutzenhöfer, Jahrgang 1959, aufgewachsen in einem Lebensmittelladen in einem kleinen bayerischen Dorf, Abitur in Nördlingen. Studium Germanistik, Philosophie, Theaterwissenschaften, evangelische Theologie mit Abschluss Magistra in Literatur und Theologie. Promotion über Augustinus. Zunächst Lektorin in einem Stuttgarter theologischen Verlag; dann seit 1994 im Wichern-Verlag Berlin, von 2001 bis 2025 als Geschäftsführerin. Sieben Jahre lang war sie außerdem Programmleiterin der edition chrismon. Ella, über die Elke Rutzenhöfer in ihrem Buch schreibt, ist das jüngste ihrer drei Kinder.

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