Die Last der Sonne

Die Kriege der OvaHerero und Nama gegen die deutsche Kolonialherrschaft
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Noch nicht erschienen. Erscheint laut Verlag/Lieferant: 20.08.2026

Artikelbeschreibung

Der erste Genozid des 20. Jahrhunderts: Deutschlands blutige Kolonialvergangenheit

Deutsch Südwestafrika, 1904: Die OvaHerero erheben sich gegen die deutsche Kolonialherrschaft. Bei dem Versuch, ihren Widerstand zu brechen, begehen deutsche Truppen den ersten Genozid des 20. Jahrhunderts. Später nehmen auch die Nama den Kampf gegen die Kolonialherrschaft auf. Matthias Häussler legt nun die erste Gesamtdarstellung der blutigen Kriege im heutigen Namibia vor.

Er habe sich die «Last der Sonne» aufgeladen und sie werde ihn erdrücken, prophezeite der Nama-Führer Hendrik Witbooi dem OvaHerero-Führer, Kamaharero, als dieser 1890 den Schutzvertrag mit dem Deutschen Reich unterschrieben hatte. Er sollte recht behalten. Doch wie kam es zu den Verbrechen der deutschen Kolonialtruppen bei der Niederschlagung der Aufstände? Matthias Häussler zeigt in seiner eindrücklichen Darstellung, wie die Gewalt langsam eskalierte und sich der Völkermord eher aus den Rahmenbedingungen und einem überzogenen Herrschaftswillen speiste als aus einer genozidalen Absicht. Dabei beschreibt er die OvaHerero und die Nama nicht bloß als ohnmächtige Opfer, sondern bewusst als eigenständige Akteure, deren Fähigkeiten und Erfolge die Kolonialherren mehr als einmal überraschten und ihren Vernichtungswillen erst richtig anstachelten.

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Personeninformation

Matthias Häussler ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Diaspora- und Genozidforschung der Ruhr-Universität Bochum und einer der führenden Experten zur deutschen Kolonialvergangenheit in Namibia.
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