Unantastbar

Warum ein starkes Bundesverfassungsgericht über die Zukunft von Demokratie und Freiheit entscheidet
22,00 €
(inkl. MwSt.)
Versandkostenfrei in DE
Sofort lieferbar
Buchprofile - Rezension
Die Arbeit des Bundesverfassungsgerichts an zehn aktuellen Konflikten dargestellt.
Als Verfassungsorgan hochangesehen, in seiner Arbeitsweise aber nicht immer richtig verstanden. Und dabei von zentraler Bedeutung für das Zusammenleben in unserer komplexen Gesellschaft: das Bundesverfassungsgericht (BVerfG). Dessen ehemaliger Präsident präsentiert hier „seine“ Institution nicht als Lehrbuch, sondern als Streitschrift für den Souverän, den selbstbewussten Citoyen. Anhand von zehn aktuellen Konflikten erfährt der Leser, wie das BVerfG die Grundrechte eines jeden Staatsbürgers verteidigt. Schließlich ist das Grundgesetz eine Sammlung von Abwehrrechten des Einzelnen gegen Übergriffigkeiten von Politik, Wirtschaft und anderen Spielern mit Macht. Das geht jeden an. Papier gelingt es meisterlich, juristischen Sachverstand mittels einer engagierten, zuweilen flammenden Sprache und unter Nutzung lebensnaher Streitfälle nahbar zu machen. Er hält dabei nicht mit seiner persönlichen Meinung hinterm Berg. Die nicht selten ein Stück abseits des Mainstreams liegt. Ein paar Beispiele: Menschenwürde? Die beginnt schon vor der Geburt, Abtreibung damit keine Frage des Lebensstils. Ein AFD-Verbot? Bringt juristisch nichts und ist demokratieschädigend. Meinungsfreiheit? Geht sehr, sehr weit und ist im Zweifel auszuhalten. Weil Papier mit seinen Standpunkten mehr belebt als belehrt, lesen auch jeweils Andersdenkende die Passagen mit Gewinn. – Das Buch ist ein Mutmacher erster Güte, zudem geistig und sprachlich äußerst anregend. Bürgersinn zum Auftanken. Es sei jedem Bestand empfohlen.
Weiterlesen

Artikelbeschreibung

Das Bundesverfassungsgericht seit 75 Jahren als Hüter des Grundgesetzes - wie sicher sind Rechtsstaat und Demokratie heute?

Das Vertrauen in die Demokratie und ihre Institutionen bröckelt: Nur noch die Hälfte der Bürger glaubt, dass sich die großen Herausforderungen unserer Zeit unter demokratischen Bedingungen lösen lassen. In diesem Klima wächst der Einfluss populistischer Kräfte - und mit ihm die Gefahr für die Stabilität von Demokratie und Rechtsstaat.
Hans-Jürgen Papier, ehemaliger Präsident des Bundesverfassungsgerichts, zeigt, welche zentrale Rolle das Gericht als Garant für Freiheit und Demokratie spielt und warum seine Stellung und Unabhängigkeit heute mehr denn je geschützt werden müssen. Anhand prägnanter Entscheidungen und aktueller Konflikte verdeutlicht er, wie unverzichtbar das Bundesverfassungsgericht für den Schutz der Grundrechte und der Demokratie - auch und gerade in Krisenzeiten - ist.
Dabei zieht er auch kritische Bilanz: Kann das höchste Gericht künftig unabhängig und souverän seine zentralen Aufgaben erfüllen und von welchen Voraussetzungen hängt dies ab? Braucht es gar Reformen, um es vor Bedeutungsverlust und politischer Instrumentalisierung zu schützen?

Anlässlich des 75. Geburtstages des Bundesverfassungsgerichts im September 2026 legt Hans-Jürgen Papier eine pointierte Streitschrift vor: ein überzeugendes Plädoyer für eine starke, unangreifbare Verfassungsgerichtsbarkeit.

Produktsicherheit

Hersteller: Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH
Anschrift: Neumarkter Straße 28
DE-81673 München
Kontakt: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

Personeninformation

Prof. em. Dr. Dres. h.c. Hans-Jürgen Papier wurde im Februar 1998 zum Vizepräsidenten und im April 2002 zum Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts ernannt. Wegweisend in seiner Amtszeit war unter anderem das Urteil gegen die Vorratsdatenspeicherung - ein weitreichender Richterspruch zum Schutz der Freiheitsgarantien der Bürger. Nach 12 Jahren schied Prof. Papier 2010 aus dem Bundesverfassungsgericht aus und nahm seine frühere Tätigkeit als Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität in München wieder in vollem Umfang auf. Seit 2011 ist er emeritiert und war bis zum Jahr 2023 in der Lehre tätig.
Mehr von Papier, Hans-Jürgen

Bewertungen

Die Bewertungen werden vor ihrer Veröffentlichung nicht auf ihre Echtheit überprüft. Sie können daher auch von Verbrauchern stammen, die die bewerteten Produkte tatsächlich gar nicht erworben/genutzt haben.