Drei Steine

Graphic Novel gegen Rechts
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Buchprofile - Rezension
Im Dortmund der 80er Jahre gerät der Realschüler Nils in das Visier der örtlichen Neonazi-Szene.
Rückblickend erzählt der Autor, inzwischen selbst Vater eines heranwachsenden Sohnes, wie er in den 80er Jahren als Schüler einer Realschule in Dortmund-Dorstfeld ins Visier der örtlichen, gut vernetzten Neonazis geriet, weil er sich gegen deren rechte Parolen im Unterricht auflehnte. In der Folge krankenhausreif geschlagen und nur knapp zwei Mordanschlägen entkommen, musste er zugleich erfahren, dass Wegschauen und Verharmlosen übliche Reaktionen waren und er sich nur auf wenige Freunde stützen konnte. Dennoch entzog sich Oskamp letztlich dieser Spirale der Gewalt; symbolisch verdeutlicht durch die Verwendung von drei Steinen, die er bei einem Besuch eines jüdischen Friedhofs auf einem Grabstein aufgelesen hatte. Der in eindrücklichen Bildern erzählten Geschichte ist eine ausführliche Dokumentation der bis heute fortdauernden Umtriebe der Neonazi-Szene in Dortmund beigefügt. Ein gerade auch für den Jugendbuchbestand wichtiger und hochaktueller Titel, der mit Nachdruck zur Anschaffung empfohlen wird.
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Artikelbeschreibung

"Drei Steine" erzählt die autobiografische Geschichte von Nils Oskamp, der in den achtziger Jahren in Dortmund-Dorstfeld Opfer rechter Gewalt wird: Als Schüler kämpft er um sein Überleben, ohne dabei selbst zum Täter zu werden. Die Neonazis, in deren Visier er als Jugendlicher geriet, waren von "Alten Kameraden" geworben worden und machen mit dem rechtsextremen Terror, den sie verbreiten, noch heute Schlagzeilen.

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Personeninformation

Nils Oskamp, 1969 in Bochum geboren, wächst in Dortmund auf. Mit neun Jahren will er, nach einer Überdosis Asterix, Comiczeichner werden. Mit 15 hat er seinen ersten Auftrag als Zeichner. Seit 1999 nimmt er regelmäßig an dem deutsch-französischen Comic-Seminar Erlangen teil. Seit 2006 ist er Gastkünstler im französischen Atelier Sanzot, dem heutigen Atelier du Marquis.

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