Esthers Tagebücher 7: Mein Leben als Sechzehnjährige

Band 7
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Buchprofile - Rezension
Im siebten Band von Esthers Tagebüchern begleitet der Zeichner das junge Mädchen bei den typischen Problemen und Gedanken einer Heranwachsenden.
Wie in den vorhergehenden Tagebüchern (zuletzt: BP/mp 23/93) macht sich Esther ihre eigenen Gedanken über ihre täglichen Begegnungen und Erlebnisse. Dabei wird die Konfrontation mit Drogen und Alkohol präsenter, der Umgang mit Sexualität und die alterstypischen Konflikte mit den Eltern. Bei allem bleibt Esther erfreulich gefestigt in ihrer Meinung und lässt sich nicht von den Verlockungen eines scheinbar coolen Einstiegs in die Erwachsenenwelt ködern. Trotz einiger Meinungsverschiedenheiten bleibt ihr Verhältnis zu den Eltern liebevoll, gerade so, wie es sich vermutlich viele Eltern wünschen. Es ist schon fast zu gut, um wahr zu sein. Auf jeden Fall können Jugendliche und ihre Eltern dabei Denkanstöße gewinnen, durch die schwierige Zeit der Pubertät zu kommen, ohne bleibenden Schaden anzurichten. Der Zeichner hat sich wieder kurze Episoden von Esther erzählen lassen und sie in der Regel auf einer Seite mit relativ viel Text und Schwarz-Weiß-Zeichnungen zusammengefasst. Mit seiner eigenen Meinung hält er zurück und lässt Esther zu Wort kommen, mit all dem, was sie ihrem Tagebuch anvertraut. Repräsentativ ist sie allerdings nur bedingt, sie geht nicht ungern auf eine Eliteschule und hat ein intaktes, liebevolles Elternhaus. Das macht sie als Vorbild nur bedingt geeignet, auch wenn man sich für viele Jugendliche Ähnliches wünscht.
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Artikelbeschreibung

Esther ist 16 geworden! Da wird man sich ja wohl mal über das Verbot der Eltern hinwegsetzen und auf Partys gehen dürfen, oder?! Schließlich nimmt sie immerhin keine Drogen, so wie viele andere auf ihrer Schule. Wieso heißt es eigentlich, das Zeug sei verboten, wenn all die Rapper von nichts anderem singen und selbst Esther es an jeder Ecke kaufen könnte?Im Alltag nervt das Coronavirus... und die, die seine Gefährlichkeit auch nach Monaten der Pandemie noch immer leugnen. Esther hat einen neuen Ausdruck dafür: WTF! Der passt auch gut auf die Bikini-Selfies der Freundin ihres Bruders. Oder auf die Amerikaner, die nach der Wahlniederlage von Donald Trump das Kapitol stürmen (wobei der mit den Hörnern wenigstens gut aussieht)... Überhaupt passt WFT leider auf ziemlich vieles in Esthers Welt, die auch die unsere ist.

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Personeninformation

RIAD SATTOUF, geboren 1978 in Paris, aufgewachsen in Libyen und Syrien, zeichnete u. a. von 2004 bis 2014 Comics für »Charlie Hebdo«. Sein Erfolgstitel DER ARABER VON MORGEN (bei Penguin) wurde 2015 beim Internationalen Comicfestival Angoulême als »Bestes Album« ausgezeichnet. Riad Sattouf ist auch als Filmemacher tätig (JUNGS BLEIBEN JUNGS).
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