Lori

Roman
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Artikelbeschreibung

"Wir waren sechs, die lebten. Und Lori, die auf dem Grund der Ostsee ruht."

Thüringen, 1995. Auf einem verlassenen Bahnhof wächst Leni mit ihren fünf Geschwistern auf. Seit sie denken kann, spürt sie, dass etwas in ihrer Familie nicht stimmt. Als junge Frau macht sie sich auf die Suche nach dem Geheimnis, das ihr Leben prägt. Im Zentrum steht ihre Schwester Lori und die Frage, was mit ihr geschah. Die Suche nach Antworten führt sie bis in die frühen siebziger Jahre der DDR zurück.

Anousch Muellers Roman "Lori" erzählt von einer Familie, die an den politischen Verwerfungen ihrer Zeit zu zerbrechen droht und von den Nachwirkungen des Unausgesprochenen, die sich durch die Generation der Kinder ziehen. Mit psychologischem Feingefühl erzählt Mueller eine Geschichte über Schuld und Verdrängung - und über den tastenden Versuch, Wahrheit zuzulassen.

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Personeninformation

Anousch Mueller, 1979 in Erfurt geboren, studierte Jüdische Studien und Neuere deutsche Literatur. Als Journalistin schrieb sie für die Jüdische Zeitung, die Süddeutsche Zeitung, die Welt und die Berliner Zeitung. 2013 erschien ihr Debütroman "Brandstatt", der mit dem Literaturpreis der Jürgen-Ponto-Stiftung für das beste deutschsprachige Debüt des Jahres ausgezeichnet wurde. Im selben Jahr las sie bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt.

Pressestimmen

"Berührend, packend und lesenswert."
Deutschlandfunk Kultur Lesart, Andrea Gerk

"Anousch Mueller schreibt in ihrem neuen Roman gegen jede Erwartbarkeit an. Es geht um seelische Gesundheit, eine schwierige Kindheit, die Aufarbeitung vergangener Katastrophen. Und um ein Familiengeheimnis, das über allen schwebt - das Buch tut weh und tröstet zugleich."
NDR Kultur, Annemarie Stoltenberg

"Auf nur 205 Seiten wird ein Drama enthüllt, wie nebenbei das Lebensgefühl in der DDR der Siebzigerjahre skizziert, auch die Herausforderung, in einer Diktatur zu bestehen."
Der SPIEGEL, Katharina Stegelmann

"'Lori' ist ein schmales Buch, aber man darf es getrost der Reihe wichtiger DDR- und Wenderomane von Ingo Schulze und Lutz Seiler bis zu Annett Gröschner und Charlotte Gneuß hinzufügen."
mdr aktuell, Holger Heimann

"Dass diese Familientragödie, die jede einzelne Figur anders trifft und alle beschädigt, überhaupt auszuhalten ist, verdanken wir dem großen Einfühlungsvermögen und der Menschenfreundlichkeit Muellers."
SPIEGEL Online, Katharina Stegelmann

"Man kann mit Anousch Mueller wie mit Lukas Rietzschel lange über die ökonomischen Unterschiede zwischen Ost und West reden, die ja, vor allem, eine Frage des Vererbens sind."
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Tobias Rüther

„Für mich gehört dieser Roman zu den besten, eindringlichsten und berührendsten deutschsprachigen Romanen der letzten Jahre. Ich kann nur alle dringendst auffordern, die nächste Buchhandlung aufzusuchen, dieses Buch zu kaufen und zu lesen. Denn diese mit psychologischer Finesse erzählte Familiengeschichte zählt zu den Romanen, die man einmal gelesen nie mehr vergisst.“
Buchhandlung stories!, Frank Menden

"Eine zutiefst berührende Geschichte … eine, die an die unausgesprochenen Geschichten des Ostens rührt. Das, was in vielen Familien unter Schweigen begraben liegt und trotzdem die Kinder – und oft auch die Enkel – mit Gefühlen belastet."
Leipziger Internet Zeitung, Ralf Julke

"Dass die Kinder heute selbst wichtige Erzählstimmen des deutschen Ostens sind, beweist dieser Roman einmal mehr … ‚Lori' ist bei aller Schwermut voller Hoffnungen, auch auf offene Gespräch, und genau die braucht es."
Literarische Welt, Nina Pilz

"Zur Sprache des Romans, die präzise gesetzt ist: kein Wort zu viel, nirgends eine überflüssige Erläuterung."
Der Freitag, Marlen Hobrack

"Verrat und Schuld sind in diesem Roman keine einfache Gleichung – Mueller leuchtet mehrere Facetten aus, dazu gehören Feigheit, Erpressung, Geltungsdrang."
taz, Claudia Ingenhoven

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