Vom Hausierer zum Multimillionär

Band 8
Die glänzenden Geschäftte des Münchner Kunsthändlers Julius Böhler 1882 - 1918
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Bayern im Buch-Rezension
Reich bebildertes Buch über den steilen Aufstieg von Julius Böhler in München bis zu Beginn des Ersten Weltkriegs.
Wie schon der Buchtitel verrät, verließ Böhler (geb. 1860) als 14-Jähriger seinen kleinen Heimatort im Südschwarzwald, um wie sein älterer Bruder Wilhelm als Hausierer für Kurzwaren umherzuziehen. Doch bald wandte er sich dem Kunst- und Antiquitätenhandel zu, ging 1882 nach München und gründete hier ein Unternehmen, das sich bis zur Jahrhundertwende dank eines großen Netzwerks zu den bedeutendsten Kunsthandlungen in Deutschland entwickelte und bis heute von der Familie in fünfter Generation geführt wird. Mit seinem attraktiven Warenangebot - neben Gemälden und Skulpturen beispielsweise auch Möbel, historische Waffen und sonstige Artefakte - belieferte Böhler potente Sammler und Museen in den Metropolen Europas und den USA und erzielte dabei erhebliche Gewinne. Das belegen eindrucksvoll die Geschäftsbücher, die in Tabellen im Anhang des interessanten Buchs aufgeschlüsselt werden. Anschaulich wird dies alles nicht nur in Abbildungen verkaufter oder erworbener Objekte, sondern auch in historischen Aufnahmen der Niederlassungen in der Münchner Brienner Straße (1905) und in New York (1912). Empfehlenswert für an Kunst- und Wirtschaftsgeschichte Interessierte.
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Artikelbeschreibung

Seinen Geburtsort Schmalenberg verließ Julius Böhler 1874 im Alter von 14 Jahren, um als Hausierer für Kurzwaren abseits der Heimat eine berufliche Karriere zu starten. Damals ahnte niemand, dass er sich schon bald dem Kunst- und Antiquitätenhandel zuwenden und 1882 in München ein Unternehmen begründen würde, das nach der Jahrhundertwende zu den bedeutenden Playern der Branche in Deutschland zählte.Das reich bebilderte Buch erzählt die Geschichte des Aufstiegs von Julius Böhler in München, das in dieser Zeit ein Zentrum des Kunsthandels in Deutschland darstellte. 1895 wurde Julius Böhler von Kaiser Wilhelm II. mit dem prestigefördernden Titel "Hof-Antiquar" ausgezeichnet - lange bevor er 1906 von Prinzregent Luitpold auch den bayerischen Hoflieferanten-Titel erhielt. Sammlereliten in den Metropolen München, Berlin, Wien, Paris, Frankfurt am Main, Budapest und London schätzten Julius Böhlers Angebot und Expertise. Das Geschäft mit reichen und superreichen Amerikanern bildete darüber hinaus ein Betätigungsfeld mit erheblichem Gewinnpotenzial.

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Personeninformation

Dr. Richard Winkler ist Historiker, Archivar und Stellvertretender Leiter des Bayerischen Wirtschaftsarchivs in München; zahlreiche Veröffentlichungen zur bayerischen Landes- und Unternehmensgeschichte, u.a. zu Münchner Brauunternehmen.
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