Das Igel-Tagebuch

Über die Hoffnung und einen stacheligen Gefährten
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Buchprofile - Rezension
Die bekannte britische Journalistin kann einen kranken Igel retten und findet bei ihrer Beschäftigung mit informativen und philosophischen Texten über dieses Lieblingstier der Briten eine persönliche Verbindung zu ihrem sterbenden Vater.
Als ihr Enkel in ihrem Garten einen Igel findet, sorgt die ehemalige Chefredakteurin des Evening Standard Sarah Sands dafür, dass das von Parasiten befallene Tier in einer Aufzuchtstation vor dem sicheren Tod gerettet wird. Bei ihrer Recherche über Igel erfährt sie, dass sich bekannte Persönlichkeiten für diese Tiere engagieren, macht sich sachkundig über diese seit 50 Millionen Jahren lebende Spezies. Doch auch literarische und philosophische Texte veranlassen sie dazu, das Verhalten des Igels, der methodisch, folgerichtig und bescheiden vorgeht, mit dem des Menschen, nicht nur in der Politik, zu vergleichen. So erklärt sie sich auch das Symbol einer ukrainischen Freiwilligenarmee und der UNO, deren Symbol der Igel ist: sie wollen den Frieden, verteidigen sich aber gegen Angreifer. Doch handelt es sich bei diesem Buch nicht nur um einen wissenschaftlich-sachlichen Ratgeber über Igel. Viele literarische Zitate und philosophische Betrachtungen über Igel schaffen den Raum für Sands ganz persönliche Verbindung zu ihrem im Sterben liegenden Vater, dessen Naturverbundenheit sie über seinen Tod hinaus mit ihm verbindet.
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Susanne Steufmehl empfiehlt:

Eines Abends findet Sarah Sands Enkelin einen schwer verletzten kleinen Igel, den sie spontan Horace nennt. Schnell finden Sarah und ihr Mann heraus, dass es in der Nähe eine Spezialklinik für verletzte Igel gibt, in der ihr Findling gerettet werden kann. Zwar müssen sie Horace in Hattie umtaufen, die kleine Gesellin nimmt aber ab sofort einen wichtigen Platz im Leben der bekannten Journalistin ein. Besonders berührend ist diese Mischung aus Memoir und Nature Writing, weil Sands zur selben Zeit um das Leben ihres hochbetagten Vaters bangt und der Findling ihr immer wieder neue Hoffnung schenkt.

Susanne Steufmehl, Buchberaterin Belletristik und Sachbuch

Artikelbeschreibung

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, als Sarah Sands gemeinsam mit ihrem Enkel im Garten einen kranken Igel entdeckt. Sie kümmert sich um das hilfsbedürftige Tier, bangt um sein Leben. Doch mit der Zeit geht es dem kleinen Igel, den sie nun Peggy nennt, endlich besser, und Sarah wird hoffnungsvoller. Genau zum richtigen Zeitpunkt bringt Peggy Licht in Sarahs Leben, denn ihr Vater ist schwer erkrankt und der bevorstehende Abschied erfüllt sie mit tiefer Traurigkeit. Der tapfere Igel wird für Sarah zum Symbol der Resilienz - ein stacheliger Gefährte, der ihr zeigt, dass neues Leben nach einem Winterschlaf erwachen kann. »Man erspürt im Text die Kraft, die es braucht, um gegen das befürchtete Ende eines Lebens anzuschreiben. Gleichzeitig wird man zu einer igelkundigen Leserin. Das ist wohltuend.« SWR KULTUR LESENSWERT

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Personeninformation

SARAH SANDS, geboren 1961, ist eine britische Journalistin, die u._a. für den Daily Telegraph und die Daily Mail arbeitete sowie Chefredakteurin des London Evening Standards war. Zurzeit arbeitet sie für Reader's Digest und BBC Radio 4. Sie lebt mit ihrem Mann in Norfolk im Osten Englands. SOFIA BLIND lebt als Autorin, Übersetzerin und Gärtnerin im Lahntal. Bei DuMont erschienen zuletzt ihre Bücher 'Wörter, die es nicht auf Hochdeutsch gibt' (2019), 'Die alten Obstsorten' (2020) und 'Historische Rosen' (2023). Außerdem übersetzt sie u. a. die Werke von John Lewis-Stempel und Nigel Slater ins Deutsche.

Pressestimmen

»Eine Geschichte über eine außergewöhnliche Freundschaft« Katharina Schmiedjell, ACTIVE BEAUTY »Sehr informativ, poetisch und berührend« Enna Celovic, CAMPUSRADIO BIELEFELD
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