Es hätte alles so schön sein können

Roman
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Buchprofile - Rezension
Irrwitziges "Roadmovie" mit Wildschweinen und Lebenserkenntnissen.
Die Welt kennt er nur aus Filmen, der 18-jährige Marco aus der niedersächsischen Provinz. Dort wird er Zeuge, wie sich aus einem Landbordell ein Mann zu Tode stürzt. Er wird von Jana eingespannt, den Toten zu entsorgen. Daraus entwickelt sich eine wilde Fahrt übers Land, an der auch noch Mareike, ein Mädchen aus dem Dorf, teilnimmt. Der "Rockerkollege" des Toten verfolgt sie und bringt sie in die abwegigsten Situationen, bis hin zu etlichen Begegnungen mit Wildschweinen. Marco ist fasziniert von den zwei jungen Frauen, muss aber auch erfahren, dass weder seine Familie noch einige Dörfler in einer heilen Welt leben und so bieder sind, wie er bislang glaubte. - Was den Dreien widerfährt, "übersetzt" Marco in die Szenen bekannter Filme und erwartet tatsächlich, dass sich die Lösung ihrer Probleme nach Drehbuchmuster abspielen wird. Am Ende ist nichts, wie es vorher war, nimmt Marco dennoch zur Kenntnis.
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Artikelbeschreibung

Das Leben des siebzehnjährigen Marco verändert sich schlagartig, als er nächtens zufällig beobachtet, wie ein riesiger, in Leder gekleideter Mann kopfüber aus dem Fenster des unweit seines Heimatdorfes gelegenen Landbordells fliegt. Kurz darauf stürmt eine junge Frau aus dem Haus, und noch ehe Marco die ganze Situation mal in Ruhe mit seinen Hormonen ausdiskutieren kann, verspricht er ihr seine Hilfe. Die beiden beschließen, den toten Mann, den blutüberströmten Stein, auf dem er aufgeschlagen ist, und seinen Wagen verschwinden zu lassen. Jeweils an einem anderen Ort, um es den ermittelnden Behörden möglichst schwer zu machen. Als auch noch Marcos beste Freundin Mareike Wind von der Sache kommt, beginnt eine rasante Tour durchs Land, die für die drei mehr Überraschungen bereithält, als sie je erwartet hätten. Das, was Marco unter dem Beifahrersitz entdeckt, noch nicht mal mit eingerechnet.

Horst Evers erzählt von einem Abenteuer, das seine Helden aus der zwar kruden, aber immerhin beschaulichen Idylle ihres Dorfes geradezu in die Welt hinausschleudert. Eine aberwitzige und doch absolut beneidenswerte Reise eines sehr jungen Mannes und zweier schöner Frauen - und zugleich ein grandios-komischer Roman über das Erwachsenwerden zwischen Stadt und Land.

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Personeninformation

Horst Evers, geboren 1967 in der Nähe von Diepholz in Niedersachsen, studierte Germanistik und Publizistik in Berlin und jobbte als Taxifahrer und Eilzusteller bei der Post. Er erhielt unter anderem den Deutschen Kabarettpreis und den Deutschen Kleinkunstpreis. Jeden Sonntag ist er auf radioeins zu hören, im WDR regelmäßig mit seiner Sendung Horst Evers und Freunde. Seine Geschichtenbände und Romane - wie Der König von Berlin, Wer alles weiß, hat keine Ahnung oder Zu faul zum Nichtstun - sind Bestseller. Horst Evers lebt mit seiner Familie in Berlin.

Pressestimmen

Schöner, auf jeden Fall aber lustiger scheitern, darin ist Horst Evers Spezialist, und seine Bücher bieten uns zwar keinerlei Ratschläge, aber einigen Trost. Und ziemlich gute Unterhaltung. Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
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