Den Goldgrund in allem finden

Ein benediktinischer Jahresbegleiter
24,00 €
(inkl. MwSt.)
Versandkostenfrei in DE
Sofort lieferbar
Buchprofile - Rezension
52 Betrachtungen, die im Alltag Gottes Spuren zu entdecken helfen.
Der Jahreswechsel löst bei den meisten Menschen gemischte Gefühle aus: Einerseits hofft man, dass vieles besser werden möge, andererseits fürchtet man sich auch vor dem, was da noch im Dunklen vor uns liegt, gerade wenn schon die gegenwärtigen Zeiten alles andere als leuchtend sein mögen. Die Benediktinerin Carmen Tatschmurat möchte mit ihrem neuen Jahresbegleiter „Den Goldgrund in allem finden“ den Leserinnen und Lesern Impulse an die Hand geben, gerade auch in dem, was dunkel erscheint, dennoch Spuren einer helleren Wirklichkeit zu entdecken – so wie bei Ikonen in der byzantinischen Kunst der goldene Hintergrund auch dann immer wieder durchscheint und sichtbar wird, wenn die Ikone durch Kerzenruß und Weihrauch schon stark verdunkelt ist. Der Jahresbegleiter ist zwar nicht streng chronologisch aufgebaut, aber doch dem Jahreslauf folgend geordnet, einerseits nach den drei großen christlichen Festkreisen Advent/Weihnachten, Ostern und Pfingsten. Den Alltagen im Jahreskreis sind dann thematisch gruppierte Betrachtungen zugeordnet unter den Überschriften „Anfangen“, „Herausforderungen des Alltags“, „Wo wir leben“, „Im Gespräch mit Gott“, „Segnen – Frieden stiften“. So wollen insgesamt 52 kurze Betrachtungen für alle Wochen des Jahres, zwei bis maximal vier Seiten lang, entsprechende Hinweise geben auf „Goldspuren, durch die eine andere Wirklichkeit durchschimmert“, es sind Überlegungen, Assoziationen und Bilder, die sich aus erlebten Alltagserfahrungen der Autorin ergeben haben, aus bestimmten Begegnungen oder aus einem gelesenen Text oder Gedicht. Überraschend ist es beispielsweise, wenn die Autorin unter dem Stichwort „Ambivalenzen“ darauf hinweist, dass Jesus erst NACH seiner Taufe im Jordan in der Wüste vom Satan versucht wurde – ein klares Zeichen dafür, dass mit der bewussten Entscheidung für ein Leben mit Gott die Anfechtungen keineswegs aufhören. Endgültige Lösungen werden wir auf dieser Welt nicht finden, wir müssen vielmehr versuchen, gerade in all dem Ambivalenten die richtige Haltung und den Seelenfrieden zu finden. Beim Nachdenken über „heilige Räume“ stellt Schwester Carmen zunächst fest, wie uns bestimmte, eigens zu diesem Zweck gestaltete Orte durchaus dabei helfen können, zur Ruhe zu kommen, die Welt für eine gewisse Zeit hinter uns zu lassen, andererseits hebt sie hervor, dass sich im Grunde jeder Ort als heiliger Ort erweisen kann – dann, wenn wir für Gottes Gegenwart offenbleiben und ihn auch an ganz unerwarteten Orten entdecken. Ein Blick auf die vielen Wallfahrtsorte mit unzähligen erhörten Bitten lässt die Autorin die Fragen stellen: „Hilft beten? Hilft mehr zu beten besser?“ Einerseits werden wir in der Heiligen Schrift tatsächlich immer wieder von Jesus aufgefordert zu bitten. Trotzdem darf man Beten nicht eins zu eins gleichsetzen mit Bitten. „Beten bedeutet in erster Linie, im Gespräch mit Gott zu bleiben.“ Wenn wir im Gespräch mit Gott unsere Bitten näher anschauen, „kann [es] auch geschehen, dass das Gebet zwar gehört, dass uns aber ein ganz anderer, ein besserer Weg gezeigt wird.“ Die Autorin will mit ihren Betrachtungen keineswegs unwiderlegbare Erkenntnisse oder revolutionäre Neuansätze vermitteln, doch ihre kleinen Impulse, die feinen Alltagsbeobachtungen entspringen, gehen immer in die Tiefe, vermitteln gewinnbringende Inhalte und überzeugen durch ihre bedachtsamen Formulierungen, die ein weiteres Nachdenken ermöglichen – und dafür eine fruchtbare Richtung aufzeigen. Sich jede Woche einen Abschnitt dieses Jahresbegleiters vorzunehmen, ist gewiss ein lohnender Vorsatz für das neue Jahr! (Religiöses Buch des Monats Januar)
Weiterlesen
Das religiöse Buch des Monats empfiehlt:
RegalGeflüster empfiehlt:

Artikelbeschreibung

"Im Eingangsbereich unserer Kirche hängt eine kleine, stark nachgedunkelte Ikone. Das schimmernde Gold im Hintergrund ist mehr zu erahnen als zu sehen. Manchmal denke ich: Wie schön wäre es, wenn man sich daran anlehnen könnte und ein bisschen Goldstaub am Rücken hängen bliebe. Als Verheißung auf Zukünftiges", schreibt Schwester Carmen im Vorwort. In diesem Buch, das den Leser durch das Jahr führt, finden sich immer wieder Hinweise auf diese "Goldspuren" in unserem Alltag, durch die eine andere Wirklichkeit hindurchschimmert. Es beginnt mit dem Advent, mit dem auch das Kirchenjahr startet. Für das übrige Jahr sind die insgesamt 52 Impulse thematisch geordnet, sodass man nach Lust und Laune darin stöbern und etwas herausgreifen kann, was gerade passend scheint. Als Leserin und Leser entdeckt man im Gang durch diese kleinen Geschichten und Reflexionen so immer wieder ein bisschen Goldschimmer, der hängen bleibt und das Leben neu zum Leuchten bringt.

Produktsicherheit

Hersteller: Vier Türme GmbH - Verlag
Anschrift: Schweinfurter Str. 40
DE-97359 Münsterschwarzach
Kontakt: info@vier-tuerme.de

Personeninformation

Carmen Tatschmurat studierte Soziologie und arbeitete in Forschung und Lehre zu Randgruppen, Genderthematiken und Spiritualität. Nach dem Tod ihres Partners trat sie 1997 als Benediktinerin in die Abtei Venio in München, die sie von 2010 bis 2020 leitete, ab 2013 als Äbtissin. 2021 hat sie die Leitung abgegeben und ist seitdem als Autorin und Seminarleiterin tätig.
Mehr von Tatschmurat, Carmen

Bewertungen

Die Bewertungen werden vor ihrer Veröffentlichung nicht auf ihre Echtheit überprüft. Sie können daher auch von Verbrauchern stammen, die die bewerteten Produkte tatsächlich gar nicht erworben/genutzt haben.