Meine Katze Jugoslawien

Roman - Ausgezeichnet mit dem Internationalen Literaturpreis 2024
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Buchprofile - Rezension
Migrationsroman über eine kosovarische Familie, die Ende der 1980er Jahre nach Finnland auswandert.
Der im Original 2014 erschienene Roman erzählt die Geschichte von Emine, die in ärmlichen, bäuerlichen, streng traditionellen Verhältnissen im Kosovo aufwächst. Ihre Hochzeit mit 17 Jahren fällt durch die Ermordung Titos in eine Zeit großer gesellschaftlicher Unruhen. Ihr Mann Bajram verliert seine Arbeit im Ministerium und die Familie steht mit fünf Kinder vor einer ungewissen Zukunft. Dem nationalistischen Druck in Pristina weicht Bajram durch die Ausreise nach Finnland aus. Dort sind die erlernten Familienrollen und der strafende Gottesglaube dem liberaleren Alltag ausgesetzt. Die Eltern verlieren ihre Kinder an Bildungs- und Kulturangebote des Gastlandes sowie den Bezug zueinander. Verwoben mit diesem Erzählstrang wird die Geschichte des Sohnes Bekim, der unter dem Druck der Veränderungen, der Macht des Vaters und seiner Religion unter Wahnvorstellungen leidet, die auch ein dämonenaustreibender, teuer bezahlter Imam nicht wirklich lindern kann. Antriebsarm kommt er im Studium nicht voran, sucht Nähe und Herausforderung durch das Zusammenleben mal mit einer Katze oder mit einer Königsboa. Seine gelebte Homosexualität isoliert ihn mehr als sie ihm Erfüllung schenkt. - Eine sprachstarke Geschichte der Flucht aus Heimat und traditionellen Rollen ohne neue Ankunft. Statovci gelingen Beschreibungen familiärer Nähe, Distanz und Gewalt verbunden mit der Ablehnung von aus Not Geflüchteter. Anstrengend und empfehlenswert.
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Artikelbeschreibung

'Ein Wunder, eine bemerkenswerte Leistung, und ganz anders als alles, was Sie in diesem Jahr lesen werden.' The New York Times

Zwei Geschichten, eine Familie. Emine wächst im Jugoslawien der Achtzigerjahre auf. Mit siebzehn wird sie mit einem Mann verheiratet, dem sie vor der Hochzeit nur ein einziges Mal begegnet ist. Was als glückliche Verbindung gedacht war, wird bald zu einer aufreibenden Prüfung. Als dann in ihrem Land ein erbitterter Krieg ausbricht, flieht die junge Familie nach Finnland, wo sie mit Skepsis und Argwohn empfangen wird. Schnell verlernt Sohn Bekim die Sprache seiner Heimat, versucht sich zu integrieren, doch trotzdem wird er auch als Erwachsener ein Außenseiter bleiben. Bekim ist queer. Entfremdet von seiner Familie verbringt er die meiste Zeit allein in seiner Wohnung. Eines Tages trifft er in einer Schwulenbar eine sprechende Katze. Dieses witzige, charmante und manipulative Wesen reizt Bekim solange, bis er schließlich nachgibt, in die Geschichte seiner Familie im Kosovo eintaucht und sich den Rätseln der Vergangenheit stellt. Ein wunderbar skurriler und magischer Roman über die großen Themen der Menschheit: Krieg, Liebe, Zugehörigkeit und sprechende Katzen.

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Pressestimmen

»Es wurde selten so frisch von Einwanderung, Flucht und Identitätssuche erzählt.« Nadine Kreuzahler / radio3
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