
Artikelbeschreibung
Ein soghafter Roman über das Entgleiten eines Lebens von großer erzählerischer Intensität: Julia von Lucadou schreibt von den Abgründen der Verdrängung - über Angst, Verunsicherung, Trauma und Schutzbedürfnis.Nichts überlässt Jot, Mitte fünfzig, dem Zufall. Seine ganze Existenz ist auf Planung und Kontrolle ausgerichtet - bei einer Firma, die Bunker an Superreiche verkauft, hat er den idealen Job gefunden und natürlich auch privat für den Notfall vorgesorgt. Doch dann stößt er bei seiner Laufroutine auf einen Toten und sein sorgfältig errichtetes Absicherungssystem beginnt zu bröckeln. Das Bild des halbentblößten Körpers lässt ihn nicht mehr los. Doch warum spricht die Polizei von Selbstmord? Zutiefst verunsichert muss Jot erkennen, dass seine Wahrnehmung und Erinnerung außer Kontrolle geraten sind und es Antworten nur geben kann, wenn er es wagt, in die versiegelten Schächte seiner Vergangenheit zu steigen. Ein hochaktueller Roman über Ängste und Verunsicherung in unserer krisengeschüttelten Gegenwart und die gefährliche Macht der Verdrängung.
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Personeninformation
Julia von Lucadou ist Filmwissenschaftlerin. Sie arbeitete als Regieassistentin, Redakteurin beim Fernsehen und als Simulationspatientin; sie lebt in Köln. Ihr erster Roman "Die Hochhausspringerin" (2018) stand auf der Shortlist für den Schweizer Buchpreis und wurde mit dem Schweizer Literaturpreis ausgezeichnet. 2022 erschien der hochgelobte Roman "Tick Tack".
Pressestimmen
»Der Autorin ist ein inhaltlich immer dichter werdender und stilistisch überzeugender Text gelungen.« Tobias Behnen, Eliport, 17.9.26 »Von der ersten bis zur letzten Seite enorm packend! ... Die doppelte Verunsicherung, die inneren wie die äußere, schildert Julia von Lucadou ganz großartig.« Felix Münger, SRF Literaturclub, 15.9.26 »Wenn sich vor allem Männer in Ersatzhandlungen flüchten, leidet auch die Gesellschaft, so das Fazit dieses konzise konzipierten, klugen Buches.« Lina Paulitsch, Falter, 16.9.26 »Ähnlich wie schon in ihrem ersten dystopischen Werk 'Die Hochhausspringerin' erschafft die Autorin auch in ihrem neuen Buch wieder eine Atmosphäre voller Beklemmung und Unbehagen, die einen mehr und mehr gefangen nimmt.« Frankfurter Neue Presse, 14.9.26 »Es ist erstaunlich, wie souverän die Autorin die Fragen nach Schuld, Scham und Verdrängung in ihrem Text behandelt, ohne zu moralisch zu werden.« Karsten Redmann, Kulturtipp, 20/2026 »Was mich fasziniert hat ist ihre absolute Sachkenntnis in allem, was sie schildert... Die Spannung ist unerträglich und der Schluss ist sensationell.« Jeanette Bergner, Literaturrunde, 2.9.26 »Ich bin dermaßen fasziniert, dass ich mir immer wieder die Frage stelle: Wie hat sie das geschrieben? Wie kann sie so tief und so raffiniert in eine Konstruktion hineintauchen?« Gallus Frei, Literaturrunde, 2.9.26 »Die Autorin erschafft in ihrem neuen Buch wieder eine Atmosphäre voller Beklemmung und Unbehagen, die einen mehr und mehr gefangen nimmt. Auch der Leser verliert nach und nach jedes Sicherheitsgefühl.« dpa, 9.9.2026 »So wird aus der Gegenwartsanalyse ein psychologischer Thriller mit grossem Sog.« Martina Läubli, NZZ am Sonntag, 6.9.2026 »Extrem gut durchgearbeitet. Ein psychologisches Kammerspiel und gleichzeitig ein Gesellschaftsporträt unserer Gegenwart.« Meike Feßmann, Deutschlandfunk Kultur, 20.8.26 »Manche Romane entwickeln einen Sog, dieser ist eher ein Strudel: mit eindrücklichen Bildern, mit Abgründen und Impulsen, die nachwirken.« Paula Konersmann, KNA, 18.8.2026 »Julia von Lucadou schafft es, uns von der ersten bis zur letzten Seite mit dieser Geschichte zu fesseln.« Clara Gauthey, 14.8.26
Bewertungen
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