Die Schwestern

Roman | Buch des Jahres 2025 in der New York Times
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Buchprofile - Rezension
Vielschichtiger Roman über das Leben dreier tunesischstämmiger Schwestern.
Als Fünfjähriger hört der Ich-Erzähler Jonas erstmals etwas von den Mikkola-Schwestern Ina, Evelyn und Anastasia, die sieben Jahre später, 1991, mit ihrer Mutter in seine Nachbarschaft ziehen. Über 30 Jahre verfolgt Jonas das Leben der in Schweden geborenen mysteriösen Schwestern, die untereinander nur Englisch sprechen und sehr unterschiedlich sind. Die angepasste Ina führt bald ein bürgerliches Ehe- und Familienleben, die extrovertierte Evelyn, in die der Ich-Erzähler verliebt ist, macht sich mit erfundenen Geschichten beliebt, und die instabile Anastasia wird drogenabhängig. Khemiri setzt das Leben seines Ich-Erzählers abwechselnd mit dem der sensibel gezeichneten Schwestern in Beziehung und erkennt dabei familiäre Gemeinsamkeiten. Sie alle haben je ein tunesisches Elternteil und fliehen auch räumlich vor einem Fluch. Der gleiche Name von Autor und Ich-Erzähler lässt vermuten, dass Khemiri Autobiografisches in die Story hat einfließen lassen. Er lässt vieles im Ungewissen und thematisiert damit die Unzuverlässigkeit des Erzählens von Realität. Für das Verständnis der Gespräche der Schwestern untereinander sind grundlegende Englischkenntnisse vonnöten. Sehr empfehlenswerte Lektüre.
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Artikelbeschreibung

"Ein mächtiger Roman, den man mit denen von Jonathan Franzen vergleichen darf." Der Spiegel
In seinem weltenumspannenden, lebensprallen Roman erzählt Jonas Hassen Khemiri über drei Schwestern und einen Mann, Jonas, dessen Leben mit ihnen eng verflochten ist - über Herkunft, Zugehörigkeit, Erinnerung und über den Fluch der Zeit.

Für Jonas ändert sich alles, als Ina, Evelyn und Anastasia in seine Nachbarschaft ziehen. Ihre Mutter kommt aus Tunesien, wer ihr Vater ist, weiß niemand. Die ernsthafte Ina, die verträumte Evelyn und die chaotische Anastasia faszinieren den Erzähler, nichts will er mehr, als in ihrer Nähe zu sein. Ihm wird klar, dass die Schwestern mit seiner Familie und der Vergangenheit seines Vaters eng verflochten sind. Über dreißig Jahre kreuzen sich ihre Leben immer wieder, in Tunesien, Schweden, den USA, sie erleben Liebesgeschichten und Lebenskrisen. Vor allem aber verbindet sie ein Fluch: dass man alles, was man liebt, verlieren wird.

«Ich bin Jonas so oft schon an unglaublichsten Orten zufällig begegnet. Saß mit ihm Rücken an Rücken in der New York Public Library. Lief ihm in einem Techno-Club in Berlin auf der Tanzfläche in die Arme. Verfolgte ihn unbemerkt eine halbe Stunde lang in Stockholm, warf mit ihm einen Stein in einen Vulkan auf Island. Und jedes Mal sagte ich zu ihm: 'Jonas, Mann, du bist der Größte!' Und genau das beweist er auch mit den 'Schwestern'. Bis auf bald, lieber Jonas, du bist der Größte!» Sasa Stanisic

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Personeninformation

Jonas Hassen Khemiri, geb. 1978 in Stockholm, ist einer der renommiertesten Autoren Skandinaviens. Seine sechs Romane wurden in über dreißig Sprachen übersetzt, und seine Dramen werden in der ganzen Welt inszeniert. Er wurde mit zahlreichen schwedischen und internationalen Preisen ausgezeichnet, darunter der Per-Olov-Enquist-Preis, der Augustpreis und der Prix Médicis Étranger. Sein Roman Die Vaterklausel war für den National Book Award nominiert. Seit 2021 lebt Khemiri in New York, wo er Kreatives Schreiben unterrichtet.

Ursel Allenstein, 1978 geboren, übersetzt u.a. Sara Stridsberg, Johan Harstad und Tove Ditlevsen. 2011 und 2020 erhielt sie den Hamburger Förderpreis, 2013 den Förderpreis der Kunststiftung NRW und 2019 den Jane-Scatcherd-Preis für ihre Übersetzungen aus den skandinavischen Sprachen.

Pressestimmen

Ein mächtiger Roman, den man mit denen von Jonathan Franzen vergleichen darf. Felix Bayer Spiegel Online 20250717
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