Vergesslich, störrisch, undankbar?

Demente Angehörige liebevoll pflegen
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Buchprofile - Rezension
Praxisbezogener Ratgeber für den Umgang mit an Demenz erkrankten Angehörigen.
Menschen, die an Demenz erkranken, verändern sich. Sie werden immer vergesslicher, verlieren zunehmend ihre Selbstständigkeit und können schließlich gar nicht mehr für sich selbst sorgen. Oft erkennen sie dann noch nicht einmal mehr Familienangehörige wieder. Für Kinder und Enkel bedeutet es eine Herausforderung, sich um den so veränderten Angehörigen zu kümmern. Aggressionen, Unverständnis und Vorwürfe können auf beiden Seiten auftreten. Die Autoren zeigen genau die Punkte auf, an denen es zu Reibereien kommen kann. Am Beispiel von Karin Thomas und ihrer dementen Mutter werden die Schwierigkeiten anschaulich, die aus einer Demenzerkrankung entstehen. Die Autoren sprechen auch eine Reihe von Tabus an und Gedanken, derentwegen sich Angehörige oft schämen mögen. Andererseits stellen sie auch die Situation des hilflosen Demenzkranken sehr einfühlsam dar. -Ein Buch, das für betroffene Pflegende ein großer Gewinn sein kann. Allen Büchereien sehr empfohlen.
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Artikelbeschreibung

Immer mehr Menschen leiden an Demenz und brauchen Hilfe. Entgegen dem hartnäckigen Vorurteil, alte Menschen würden abgeschoben, wird diese Hilfe überwiegend durch die Familien geleistet - oft bis zur Erschöpfung der Pflegenden. Mit sehr viel Verständnis für alte Menschen, aber auch für die Bedürfnisse der betreuenden Angehörigen, beschreiben die Autoren den Verlauf einer Demenzerkrankung. Das Beispiel von Gerti Thomas und ihrer Mutter Elisabeth Bach schildert typische Probleme einer pflegenden Familie, von Frau Bachs ersten Anzeichen von Verwirrtheit bis zu ihrem Tod. Im Verlauf des Buches werden Fragen, die sich pflegende Angehörige häufig stellen, aufgegriffen und kompetent und einfühlsam beantwortet. Erich Schützendorf, Dipl.-Päd., Fachbereichsleiter für Fragen des Älterwerdens und stellvertretender Direktor der VHS Kreis Viersen. Mitglied im Arbeitskreis "Geragogik" in der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie. Wolfgang Dannecker, Dipl.-Sozialarbeiter, Dipl.-Sozialgerontologe, langjährige Tätigkeit in der kommunalen Altenberatung und Altenplanung, Unterrichtstätigkeiten an Hoch- und Altenpflegeschulen, Dozent in der Erwachsenenbildung.

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