Lea

Band 73746
Novelle. Ausgezeichnet mit dem Prix Michel Tournier 2011
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Buchprofile - Rezension
Die Karriere als Geigerin führt ein musikalisches Wunderkind und ihren Vater in die Katastrophe.
Der Zufall führt zwei Schweizer mittleren Alters in der Provence zusammen und sie beschließen, die Heimreise gemeinsam anzutreten. Die tagelange Fahrt wird zu einer aufwühlenden Reise in die Vergangenheit, auf der der Witwer Martijn van Vliet Dr. Adrian Herzog die tragische Geschichte seiner Tochter Lea erzählt. Mit acht Jahren entdeckt sie, noch unter dem immensen Schock des frühen Mutterverlustes stehend, ihre enorme Begabung für das Violinspiel, die sie mit an Besessenheit grenzender Leidenschaft auslebt. Für den Vater ist kein Opfer zu groß, das beste Instrument und die talentierteste Lehrerin zu finanzieren. Doch mit großer Sorge beobachtet er geistige Aussetzer bei seiner Tochter, sowohl in der Sprache als auch in ihrem Spiel, und stellt sich die Frage, ob ein neurologisches Problem dahintersteckt. Nach einem Musikwettbewerb bietet der berühmte Geiger Davíd Lévy seine Dienste als Lehrer an, und Lea verliebt sich in den viel älteren Musiker. Auf seine Hochzeit mit einer anderen reagiert sie mit völliger Agonie, aus der ihr Vater nur einen Ausweg sieht: Er muss ihr eine "Guarneri" beschaffen. Von da an führt der Weg für Vater und Tochter in die Katastrophe. - Pascal Merciers Novelle besticht wie seine vorhergehenden Romane durch eine außergewöhnliche Sprachbrillanz und die meisterhaften Reflexionen über elementare Dinge des Lebens, in deren Mittelpunkt die Frage nach den Wahlmöglichkeiten eines Menschen steht. Auch wenn das Buch bei einem Großteil der etablierten Rezensenten wegen seiner angeblichen Klischeehaftigkeit durchgefallen ist, kann man es doch allen Büchereien als ein berührendes Stück Literatur empfehlen.
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Artikelbeschreibung

Mit einem Nachwort des Autors.

Die achtjährige Lea hat sich nach dem Tod der Mutter in eine eigene Welt zurückgezogen, zu der auch der Vater keinen Zutritt hat. Erst der Klang einer Geige holt sie ins Leben zurück. Lea erweist sich als außerordentliche musikalische Begabung, und schon bald liegen ihr Publikum und Musikwelt zu Füßen. Doch während Lea von Erfolg zu Erfolg eilt, treibt es ihren anfangs überglücklichen Vater Martijn van Vliet immer tiefer in die Einsamkeit. Bei dem verzweifelten Versuch, die Liebe und Nähe seiner Tochter zurückzugewinnen, verstrickt er sich in ein Verbrechen, das alles verändert ...

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Personeninformation

Pascal Mercier, 1944 bis 2023, hieß mit bürgerlichem Namen Peter Bieri und lebte in Berlin, wo er bis zu seiner Emeritierung Professor für Philosophie an der Freien Universität Berlin war. Nach »Perlmanns Schweigen« und »Der Klavierstimmer« wurde sein Roman »Nachtzug nach Lissabon« einer der großen Bestseller der vergangenen Jahre und in zahlreiche Sprachen übersetzt. Es folgte die Novelle »Lea«. Pascal Mercier wurde u.a. mit dem Marie-Luise-Kaschnitz-Preis und dem italienischen Premio Grinzane Cavour für den besten ausländischen Roman geehrt.

Pressestimmen

"Eine spätromantische Künstlernovelle mit allem Drum und Dran: Genie und Wahnsinn, Liebe und Verrat, Raserei und Selbstzerstörung." FAZ
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