Der Sommer meiner Mutter

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Buchprofile - Rezension
Durch die neuen Nachbarn gerät das Leben einer Familie völlig aus dem Lot.
Der elfjährige Tobias, ein neugieriger Junge, Hobby-Weltraumfoscher, führt mit seinen Eltern ein ruhiges Leben. Eines Tages bekommen sie neue Nachbarn. Die Leinhards sind progressiv, modern und in ihren Einstellungen das Gegenteil von Tobias Eltern. Auch Rosa Leinhard, die Tochter, ist nicht nur zwei Jahre älter als Tobias, sie ist auch erfahrener. Mit ihr macht er seine ersten sexuellen Erfahrungen und sie zeigt ihm, wie aufregend das Leben sein kann. Die beiden Elternpaare genießen die gute neue Nachbarschaft, und freunden sich an. Die Idylle wird schlagartig zur Hölle, als die beiden Mütter in flagranti erwischt werden. Dieses sexuelle Erlebnis führt zum Bruch beider Familien bzw. Ehen. Die Leinhards und Tobias Vater ziehen aus und Tobias bleibt mit seiner Mutter zurück. Eines Tages flüchtet Tobias, nach einem Streit mit seiner Mutter, zu seinem Vater. Daraufhin tötet sich seine Mutter aus Verzweiflung über das, was sie alles verloren hat. - Dieser dünne Roman ist ein Entwicklungsroman der besonderen Art, sehr dicht und nicht oberflächlich. Er zeigt wunderbar die Verletzlichkeit von Menschen und Leben. Wie etwas Trautes, Vertrautes sich durch externe Einflüsse schlagartig verändert und zum Trauma wird. Die Beschreibung der sexuellen Erfahrungen sind sehr feinfühlig gezeichnet, nie peinlich oder aufdringlich. Sowohl der Titel als auch das Cover lassen nicht vermuten, was in diesem Büchlein von nicht mal 200 Seiten steckt. Allen Beständen sehr empfohlen!
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Artikelbeschreibung

Sommer 1969. Während auf den Straßen gegen den Vietnamkrieg protestiert wird, fiebert der elfjährige Tobias am Stadtrand von Köln der ersten Mondlandung entgegen. Zugleich trübt sich die harmonische Ehe seiner Eltern ein. Seine Mutter fühlt sich eingeengt, und als im Nachbarhaus ein linkes, engagiertes Ehepaar einzieht, beschleunigen sich die Dinge. <BR>Tobias, eher konservative Eltern freunden sich mit den neuen Nachbarn an, und deren dreizehnjährige Tochter, Rosa, eigenwillig und klug, bringt ihm nicht nur Popmusik und Literatur bei, sondern auch Berührungen und Gefühle, die fast so spannend sind wie die Raumfahrt. Auch die Eltern der beiden verbringen viel Zeit miteinander, zwischen den Paaren entwickelt sich eine wechselseitige Anziehung - "Wahlverwandtschaften" am Rhein. Und während Armstrong und Aldrin sich auf das Betreten des Mondes vorbereiten, erleben Tobias und seine Mutter beide eine erotische Initiation. <BR>Ulrich Woelk erzählt spannend, atmosphärisch dicht und herzzerreißend von einem Aufbruch, persönlich und politisch, der tragisch endet.

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Pressestimmen

"Ulrich Woelk, studierter Physiker und Philosoph, ist als Erzähler in präziser Techniker. Das geht erstaunlicherweise nicht auf Kosten der Spontaneität und Direktheit, sondern erzeugt im Gegenteil eine enorme emotionale Wärme"
Süddeutsche Zeitung, Jörg Magenau

"Denn natürlich ist es schwer, weiterhin sehnsuchtsvolle Poesie zu schreiben über einen unerreichbaren (Erd-)Begleiter [...] Ulrich Woelk ist es trotz allem wieder gelungen."
Focus, Uwe Wittstock

"Ebenso anrührend wie humorvoll, aber auch mit einer untergründigen Tragik, die ein wenig an ‚Tschick‘ erinnert.“
Frankfurter Allgemeine Presse, Pia Rolfs

"Grandios gebauter Roman (…) dramaturgisch ein Bravourstück.“
Frankfurter Rundschau, Judith von Sternburg

"Absolut Lesenswert"
Elle, Julia Loibl

"Umgemein berührend."
emotion, Janis Voss

"Versprochen: Schon mit dem ersten Satz wird Sie dieses Buch packen und bis zum Schluss nicht enttäuschen.“
Laviva

"Eine virtuos parallel geschaltete, komisch-tragische Coming-of-Age-Geschichte mit fein gearbeitetem Zeitkolorit."
Stuttgarter Zeitung, Julia Schröder

" (Hat) nicht nur einer Zeit gesellschaftlicher und technischer Revolutionen, sondern auch dem Mond ein literarisches Denkmal gesetzt. .(…) eine gelungene literarische Mission.“
DLF Kultur, Dorothea Westphal

"Ungemein berührender Roman. Ein tolles Buch."
WDR 2, Christine Westermann

"Woelks Roman ist phasenweise kühl und trocken, andererseits weiß der Autor ganz geschickt Emotionen und Stimmungen einzusetzen. Die Zeit vor nun fast genau 50 Jahren lässt er wunderbar wiederaufleben, beschreibt die gesellschaftlichen Umbrüche, die wissenschaftlichen Fortschritte und den kulturellen Wandel sehr einprägsam.“
WDR 5, Andreas Wallentin

"Absolut fesselnd (…) mit viel Witz (…) Für mich schon jetzt ein Literatur-Glanzlicht 2019.“
hr1, Stefan Sprang
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