Hinter Büschen, an eine Hauswand gelehnt

Roman
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Buchprofile - Rezension
Eine heimliche Liebe zwischen Dozentin und Student verstrickt sich mit den Enthüllungen rund um die NSA.
Sommer 2013: Wie jedes Jahr unterrichtet Vita Ostan an einem US-amerikanischen College, gibt einen Deutschkurs zum Thema Journalismus. Ihr jüngster Kursteilnehmer, der gerade zwanzigjährige Zev, entpuppt sich als Revolutionär, als stürmischer Freidenker, der sie nicht nur akademisch, sondern bald auch zwischenmenschlich anzieht. Währenddessen enthüllt Edward Snowden die Ausmaße der Spionagemöglichkeiten der NSA, ein Thema, das Zev leidenschaftlich aufgreift. Dann, nach einem Gespräch mit einem Insider, wird er plötzlich von Angst beherrscht und lässt von seinen Nachforschungen ab aus Furcht vor Überwachung und Sanktionen. Auch die Beziehung zwischen Vita und Zev kann nur unzureichend realisiert werden, nicht zuletzt ist auch die fehlende gesellschaftliche Akzeptanz einer Liebschaft zwischen einer älteren Frau und einem jüngeren Mann ein Hindernis. - Aus der Perspektive der Ich-Erzählerin Vita wird die teils sommerlich gedrückte, teils angespannte oder auch enthemmte Atmosphäre auf dem Campus hervorragend dargestellt. Dabei bedient sich die Autorin langer, aneinandergereihter Sätze, die sich jedoch sehr flüssig lesen lassen. Vor allem wegen des aktuellen Themas der allgegenwärtigen Überwachung interessant.
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Artikelbeschreibung

Seit einigen Jahren gibt Vita Ostan an einem amerikanischen Ostküsten-College im Sommer einen Kurs in Journalismus. In einer exklusiven, geschlossenen Welt des Lernens und der Begegnungen stark reglementiert und doch aufgeladen durch die Intensität des Zusammenlebens entwickelt sich zwischen Vita und ihrem Studenten Zev eine ganz und gar ungebührliche Nähe.
Es ist die Zeit der Snowden-Enthüllungen und des weltweiten NSA-Skandals und Zev zeigt sich empört über die allgegenwärtige Überwachung. Die Dozentin und Erzählerin dieser Geschichte ist mehr als doppelt so alt wie Zev. Verwirrt, beglückt, bodenlos, gegen alle Regeln und Vorschriften verstoßend, lässt sie sich auf eine unmöglich scheinende Liebe ein. Gleichzeitig verändert sich Zev, was nicht ohne Folgen bleibt.
Spannend, entwaffnend, sinnlich und sarkastisch erzählt Zora del Buono von Verboten und dem Mut der Übertretung, von Überwachung und Gefahr und der Entschlossenheit zu lieben.

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Hersteller: Verlag C.H.Beck GmbH & Co. KG
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Personeninformation

Zora del Buono, geboren 1962 in Zürich, lebt in Berlin und Zürich. Sie studierte Architektur an der ETH Zürich und der HdK Berlin, arbeitete vier Jahre als Architektin und Bauleiterin und war Gründungsmitglied der Zeitschrift "mare". Im mareverlag sind ihre Romane "Canitz' Verlangen" (2008) und "Big Sue" (2010) erschienen sowie "Hundert Tage Amerika. Begegnungen zwischen Neufundland und Key West" (2011), bei C.H.Beck ihre Novelle "Gotthard" (2015), bei Matthes & Seitz in der Reihe "Naturkunden" ihr Band "Das Leben der Mächtigen. Reisen zu alten Bäumen" (2015).

www.zoradelbuono.de

Pressestimmen

"Ein sehr schöner, überraschender, kleiner, sehr lebendiger und irgendwie auch sehr sinnlicher Roman."
Eva Menasse, WDR Westart live, 3. April 2017

"Ein kluger Campusroman."
Ulrich Rüdenauer, Süddeutsche Zeitung, 22. Dezember 2016

"Mit lebendiger Sprache erzählt Zora del Buono [...] von einer unangepassten Liebe."
Freundin, 2. November 2016

"Del Buono inszeniert die Konkurrenz zwischen Lust und Moral, Ausbruch und Überwachung in der dichten Atmosphäre einer sozialen Spezialsituation."
Paul Jandl, Literarische WELT, 22. Oktober 2016

"Ein kleiner, leichter Roman mit viel Stoff zum Nachdenken."
Harald Loch, Rhein-Neckar-Zeitung, 22. Oktober 2016

"Ein großer kleiner College-Roman, stilistisch makellos."
Manfred Papst, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag, 23. Oktober 2016

"In einer präzisen Sprache und mit einem jungen Revoluzzer in der Hauptrolle."
Annette König, SRF Kultur, 6. Oktober 2016

"Del Buono tells her story in short, vivid episodes, and her narrator is an astute observer of college life and those around her."
New Books in German, Ausgabe 40, 2016

"Del Buono hat einen packenden, schlicht daherkommenden, also wahrhaft durchtriebenen kleinen Roman geschrieben."
Michael Angele, Der Freitag, 15. September 2016

"Atemlos liest man die fiebrige Geschichte."
Katja Nele Bode, Brigitte woman, 7. September 2016

"[Wirft] große Fragen in kühner Sprache auf [...] Ein Buch, das hellwach macht."
Andrea Huss, Emotion, Oktober 2016

"Eine spannende Geschichte zwischen scheinbar unvereinbaren Generationen."
Alain Claude Sulzer, 30. August 2016, SRF Kultur

"Die Seiten fliegen nur so an einem vorbei, wenn man einmal mit Lesen begonnen hat. Das Spiel mit Formen beherrscht Zora del Buono meisterhaft, und ihre Sprache ist überaus präzise, einfach und klar. So schreibt man heute!"
Lesen, August 2016

"Del Buono steht eine Sprache zu Gebote, deren Präzision in Poesie umschlägt."
Richard Kämmerlings, Die Welt
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