Tage aus Glas

Roman | Eindringliches Debüt | Historischer Roman | Frauenunterhaltung | Deutsche Geschichte
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Buchprofile - Rezension
Anfang des 20. Jh. streiken die Glasmacher in Europas damals größten Glashütte und langjährige Freunde werden zu Feinden. Gleichzeitig entscheiden sich dort die Schicksale zweier junger Frauen.
Als Glasmacher-Tochter Bille beim Schwimmen von dem jungen Glasmacher Adam gerettet wird, verlieben sich die beiden und haben vor, ihr Glück in Amerika zu versuchen. Wie alle Frauen des Ortes arbeitet Bille in der Weberei. Zudem muss sie daheim den Haushalt führen, denn ihre Mutter ist oft depressiv. Als die Glasmacher streiken, bricht Adam den Streik, denn er braucht Geld, um die Überfahrt nach Amerika bezahlen zu können. Bille ist zwischen Adam und der Sorge um ihre Familie hin- und hergerissen. Ganz anders gestaltet sich das Leben von Leonie, deren Mutter die Familie verlassen hat. Sie wächst bei ihrem Vater, dem Arzt der Glashütte, und ihrer Tante auf, die nur eines im Sinn hat: Leonie soll standesgemäß heiraten. Doch während Bille von einem Leben mit Adam träumt, schwärmt Leonie von einem mittellosen Künstler. – Ein Roman über das Leben von Glasmachern in Deutschland Anfang des 20. Jh., deren Streik durch den Einsatz von Maschinen ins Leere geht. Krings gelingt ein realistisches Bild der Zeit, des Ortes und der Gesellschaft. Die Dynamik und Spannung des Romans nähren sich aus dem Thema, den authentisch handelnden Figuren und den beiden Frauenschicksalen aus verschiedenen Schichten.
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Artikelbeschreibung

Zwei junge Frauen, zwei Welten und ein Traum vom besseren Leben

Düsseldorf im Jahr 1901. Im Deutschen Reich streiken die Glasmacher. Auch die Arbeiter der Gerresheimer Glashütte, weltweit führend in der Flaschenproduktion, löschen die Öfen - mit dramatischen Folgen.

Bille, Tochter eines Flaschenmachers, träumt davon mit ihrem Geliebten Adam nach Amerika auszuwandern. Doch Adam wird zum Streikbrecher, während Billes Familie für den Streik alles riskiert.

Leonie ist die Tochter des Arztes der Glashütte und lebt eingezwängt in großbürgerliche Konventionen. Die begabte junge Frau sucht die Nähe zur künstlerischen Bohème, doch ihr Vater hat andere Pläne.

Am selben Ort, in unterschiedlichen Welten kämpfen Bille und Leonie um Selbstbestimmung und ihre Träume von einem besseren Leben. Und müssen entscheiden, welchen Preis sie dafür bezahlen wollen.


Eindringlich erzählt Dorothee Krings von zwei Frauen um 1900, von Hoffnungen und Träumen, schicksalhaften Wendungen - und dem Leben, das seinen eigenen Regeln folgt.

Ein gänzlich unberührtes historisches Setting: Neue Einblicke in die deutsche Geschichte der Glasmacherei.

»Historische Fakten und literarische Erfindungen werden zu einem Gesellschaftsroman verwoben, der eine Spannung entwickelt, wie sie meist Krimis vorbehalten ist. Die detailgenaue, aber nie überladene, psychologisch einfühlsam, aber nie erdrückende Sprache von Dorothee Krings trägt dazu bei, dass der Lesende sich sein eigenes Bild machen kann.« - SPIEGEL-Bestsellerautorin Ulla Hahn

»Dorothee Krings erzählt die Geschichte zweier Frauen, die in ihrer Sehnsucht, aus den Verhältnissen auszubrechen, wie Schwestern verbunden sind. Sie lässt eine untergegangene Welt auferstehen und stellt erstaunliche Parallelen zur Gegenwart her, in der die Digitalisierung ganze Branchen umwälzt. Das einst Mächtige und Unerschütterliche erweist sich brüchig wie Glas.« - Jan Brandt


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Personeninformation

Dorothee Krings, 1973 geboren, wuchs in Mönchengladbach in einer Goldschmiedefamilie auf und erlernte selbst das Handwerk. Sie hat Journalistik studiert, arbeitet als Politikredakteurin bei einer Tageszeitung und hat Sach- und Reportagebücher geschrieben. "Tage aus Glas" ist ihr erster Roman. Sie wohnt mit ihrem Mann in Düsseldorf.

Pressestimmen

»Es ist ein gut gebautes, welthaltiges und spannend zu lesendes literarisches Werk.« Max Florian Kühlem kultur.west 20250402

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