Zwei Unbelehrbare reden über Deutschland und ein bisschen über sich selbst

Im Gespräch mit Hans-Dieter Schütt
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Buchprofile - Rezension
Gespräch zwischen Gregor Gysi und Peter-Michael Diestel, Mitbegründer der DSU und ehemaliger DDR-Innenminister.
Gregor Gysi und Peter Michael Diestel führen unter der Leitung von Hans-Dieter Schütt ein Gespräch über die deutsche Politik und persönliche Prägungen. Dass dabei ein konservativer Ex-Innenminister der ersten und einzigen frei gewählten DDR-Regierung und ein bekannter Linken-Politiker aufeinandertreffen, ist nur stellenweise zu spüren. Zu stark ist offensichtlich das Verbindende: gute persönliche Beziehungen und eine ostdeutsche Herkunft. Gysi und Diestel sprechen Fehler an, die bei der Wiedervereinigung gemacht wurden sowie die Auswirkungen der Veränderungen auf ostdeutsche Biografien. Während des Gesprächs erfährt man auch viel über die persönlichen Werdegänge der beiden Männer sowie über die Unterschiede, mit denen sie auf politische Entwicklungen blicken. Einen größeren Raum nimmt auch das Thema Deutsche Einheit ein. Da sowohl Diestel als auch Gysi in führenden Positionen an den Entwicklungen beteiligt waren, gibt es eine Reihe von Einblicken in das, was hinter den Kulissen ablief. Die Unsicherheit bei vielen Beteiligten im Osten, die nötigen Improvisationen. Es ist der Publizist und Autor Schütt, der während der Diskussionen am deutlichsten auf die Verbrechen des DDR-Regimes eingeht. Vor allem Gysi bleibt in diesem Punkt, womöglich mit Blick auf seine politische Rolle, gern im Allgemeinen. – Interessant und unterhaltsam.
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Artikelbeschreibung

Gysi und Diestel. Zwei Rechtsanwälte, zwei gelernte Rinderzüchter. Zwei aus dem Osten, die in den Westen gingen. Zwei aus der Politik. Der eine links, der andere konservativ: Gysi war letzter SED-Vorsitzender und Protagonist der Linken, Diestel der letzte Innenminister der DDR, dann CDU-Abgeordneter in Brandenburg, später parteilos.
In Gesprächen mit dem Journalisten Hans-Dieter Schütt entfalten sie die jüngste deutsche Geschichte, die eng mit ihren eigenen verknüpft ist, und blicken auf das vereinte Deutschland - so kritisch wie zuversichtlich. Dabei entsteht noch einmal jene wilde Phase nach 1989, als das Unerwartete Wirklichkeit wurde: Vieles änderte sich, Widersprüche bleiben.

Das neue Buch von Bestsellerautor Gregor Gysi.

Exklusive Erinnerungen einer Schlüsselfigur der Wendezeit: Peter-Michael Diestels Perspektiven als letzter DDR-Innenminister.

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Personeninformation

Gregor Gysi, geboren 1948 in Berlin, war jüngster Rechtsanwalt der DDR, vertrat Bürgerrechtler wie Rudolf Bahro. 1990-2002 und 2005-2015 war er Fraktionsvorsitzender der PDS bzw. der Linkspartei im Bundestag. Von 2016 bis 2019 war er Präsident der Europäischen Linken, von 2020 bis 2023 außenpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag.

Bei Aufbau erschienen von ihm die Autobiographie »Ein Leben ist zu wenig«, »Was bleiben wird« (mit Friedrich Schorlemmer), »Marx & wir«, »Mein Vater« (mit Gabriele Gysi), »Gysi vs. Sonneborn - Kanzlerduell der Herzen«, »Auf eine Currywurst mit Gregor Gysi«, zusammen mit Peter-Michael Diestel »Zwei Unbelehrbare reden über Deutschland und ein bisschen über sich selbst« und »Mein Leben in 13 Büchern«.

PETER-MICHAEL DIESTEL, geboren 1952 in Prora, war 1978-1989 Leiter der Rechtsabteilung der Agrar-Industrie-Vereinigung Delitzsch. Als Innenminister vertrat er die DDR bei den Verhandlungen zum Einigungsvertrag 1990. Heute leitet er eine Anwaltskanzlei in Zislow und ist Autor erfolgreicher autobiographischer Bücher.

Hans-Dieter Schütt, geboren 1948, Journalist. Mitarbeit bei Gregor Gysis Autobiographie »Ein Leben ist zu wenig«, Herausgeber von: »Gregor Gysi, Friedrich Schorlemmer, Was bleiben wird«, »Mein Vater« (Gregor Gysi und Gabriele Gysi im Gespräch), »Gysi vs. Sonneborn - Kanzlerduell der Herzen«, »Gregor Gysi, Peter-Michael Diestel, Zwei Unbelehrbare reden über Deutschland und ein bisschen über sich selbst«. Als Autor: »Dieter Mann, Schöne Vorstellung« und »Landolf Scherzer, Weltraum der Provinzen«.

Pressestimmen

»Das ist politisch-unterhaltsames Lesefutter, ja, auch das gibt es.« Tilmann Wesolowski Thema Magazin 20250701
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