fundamentalös

Roman
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Buchprofile - Rezension
Die UN-Mitarbeiterin Nadia versucht, eine junge IS-Frau zu deradikalisieren und in ihre Heimat zurückzubringen.
Nadia hat privat Schiffbruch erlitten: Ihre Partnerin Rosy hat ihr den Laufpass gegeben. Frustriert nimmt Nadia einen Job bei der UN an: Im Irak soll sie IS-Frauen deradikalisieren. In der Welt der UN-Hilfsorganisationen mit ihren ganz eigenen Gesetzen findet sie sich so gar nicht zurecht und lässt kein Fettnäpfchen aus. Dann stößt sie in einem Camp auf die junge Sara, die aus England stammt und sich dem IS angeschlossen hat. Die sperrige junge Frau fasziniert Nadia irgendwie, und sie möchte Sara aus ihrer misslichen Situation befreien, sie nach England bringen und wieder in ihr altes Leben integrieren. Doch bis dahin ist es ein langer, steiniger Weg, und Nadia steht mehr als einmal vorm Scheitern. – Mit viel Humor und einem rotzig-frechen Stil, der den Leser ab den ersten Seiten fesselt, nimmt Autorin Nussaibah Younis alles Mögliche aufs Korn: die komplizierte und oft widersprüchliche Welt der UN, den Islamismus, zwischenmenschliche Beziehungen, die absurden Widrigkeiten des täglichen Lebens. So respektlos und überzogen Younis auch schreibt, ihr Debütroman ist bei aller Ironie und schrägem Humor auch ordentliche Gesellschaftskritik. – Allen Beständen zu empfehlen.
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Artikelbeschreibung

Nadia, Akademikerin, sitzengelassen von ihrer großen Liebe Rosy, will ihrem miesen Privatleben entkommen - und nimmt einen UN-Job im Irak an. Mit der Aufgabe betraut, IS-Frauen zu deradikalisieren, leistet sie sich in der Welt internationaler Hilfsorganisationen einen Fehltritt nach dem anderen.

Sara, eine wütende Teenagerin, hat sich mit fünfzehn dem IS angeschlossen. Verbunden durch ihr muslimisches Aufwachsen in London und eine Vorliebe für derbe Sprüche, freunden die beiden sich an - doch bald muss Nadia entscheiden, wie weit sie für Sara zu gehen bereit ist.

Eine bissige Auseinandersetzung mit Liebe, Familie, Religion und den Entscheidungen, die wir treffen, um dazuzugehören - Nussaibah Younis erforscht eine der großen Herausforderungen unserer Zeit mit Scharfsinn, Herz und Humor.

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Personeninformation

Nussaibah Younis (*1986 in Manchester) ist Friedensforscherin und anerkannte Irak-Expertin. Sie promovierte in International Affairs, beriet die irakische Regierung zu Deradikalisierungsprogrammen von IS-Frauen und leitete in Washington DC die Taskforce zur Zukunft des Irak. Sie veröffentlicht Meinungsbeiträge im Wall Street Journal, im Guardian und in der New York Times, mit ihrem Debütroman fundamentalös stand sie 2025 auf der Shortlist des Women's Prize for Fiction. Younis hat irakisch-pakistanische Eltern und lebt in London. Jasmin Humburg, geboren 1985, ist promovierte Amerikanistin, literarische Übersetzerin und Literaturvermittlerin. Sie studierte an der Universität Hamburg sowie an der Johns Hopkins University in Baltimore, Maryland. Sie übersetzt u. a. Werke von Rebecca F. Kuang, Monika Kim und Rachel Eliza Griffiths, außerdem ist sie Mitherausgeberin einer kommentierten Ausgabe von Virginia Woolfs A Room of One's Own. Sie war Stipendiatin des Deutschen Übersetzerfonds und lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Hamburg.

Pressestimmen

»Nussaibah Younis legt einen hoch lesenswerten, rasanten Roman über eine überforderte UNO-Mitarbeiterin vor. Sie war gut beraten, ihrem mit so ernsten Themen befassten Roman reichlich Komik beizugeben. An Sitcoms geschult, schreibt sie brillante Dialoge, die mit ihrem Witz den Akteuren und Lesern psychische Entlastung schenken.« Rainer Moritz Neue Zürcher Zeitung
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