Déjà-vu

Band 17
Der siebzehnte Fall für Bruno, Chef de police
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Buchprofile - Rezension
Eine neue Kollegin, ein altes Grab und Hackerangriffe bereiten Bruno Sorgen, ganz zu schweigen von drohendem Hochwasser.
Nach dem Schuss in die Schulter am Ende des vorigen Falls befindet sich Bruno in der letzten Phase seiner Rekonvaleszenz. Zurückgekehrt aus der Reha, soll es erst in einigen Tagen wieder mit der Arbeit losgehen. Trotzdem schaut er im Rathaus vorbei und muss feststellen, dass ihm nun eine Assistentin zugeteilt wurde, die sich kurzerhand in seinem verwaisten Büro breit gemacht hat. Und wo er schon einmal da ist, wird er vom Bürgermeister um Klärung gebeten, was oder wer in dem Grab steckt, welches auf dem Grundstück eines Investors entdeckt wurde. Das führt ihn weit zurück in die Tage des Kriegsendes 1945. Dazu scheint sich noch ein Unbekannter auf den Polizeiserver hacken zu wollen, was anscheinend etwas mit einer neu in der Gegend angekommenen Amerikanerin zu tun hat. Zu allem Überfluss kündigt sich nach schweren Regenfällen eine Überflutung in Saint-Denis an. – Dieser bereits 17. Band (zuletzt: "Im Château", BP/mp 24/973) ist zwar wie üblich nett zu lesen, aber trotzdem eine absolute Ausnahme innerhalb der Reihe: Zumindest für den Rezensenten ist es der erste "Bruno", dessen Lektüre man sich hätte sparen können. Ja, wie üblich ist natürlich das Périgord ein Hauptdarsteller – dummerweise regnet es gefühlt während der ganzen Handlung. Und ja, auch der Freundeskreis Brunos wird wieder sehr gut in das Geschehen eingebaut – ganz wie erwartet. In den Vorgängerbänden gab es allerdings auch immer eine durch das Buch tragende Krimihandlung. Das kann man aber dieses Mal eigentlich nicht behaupten. Vergangene Kriegswirren, Hacker, neue Kollegin und Hochwasser sind einfach zu viel des Guten, um noch sinnvoll auf den 391 Seiten entwickelt zu werden. Dazu passt, dass das Ende des "Hacker-Strangs" doch arg an den Haaren herbeigezogen wirkt. Der Autor scheint diesen Roman eher sozusagen als "Entreacte" (hätte als Titel vermutlich besser gepasst als der vom Verlag gewählte ...) dafür zu nutzen, gleich drei neue Charaktere in den Kreis um Bruno einzuführen. Insgesamt ist dieser Titel also eher etwas für Bruno-"Ultras" und weniger geeignet zum Einstieg in die ansonsten bislang empfehlenswerte Reihe.
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Artikelbeschreibung

Bruno erholt sich noch von einer Schussverletzung, als ein geheimnisvoller Fund sein Interesse weckt: Bei einem verfallenen Schlösschen wird ein Grab mit drei Skeletten entdeckt, offenbar aus dem Zweiten Weltkrieg. Ist es im idyllischen Saint-Denis zu Kriegsverbrechen gekommen? Bruno begibt sich auf Spurensuche in dunkle Zeiten, doch auch in der Gegenwart wird er dringend gebraucht: Internationale Besucher müssen mit Köstlichkeiten aus dem Périgord bewirtet werden, und die malerische Vézère schwillt zu einem reißenden Strom an, der ganz Saint-Denis in Gefahr bringt.

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Personeninformation

Martin Walker, geboren 1947 in Schottland, ist Schriftsteller, Historiker und politischer Journalist. Er lebt in Washington und im Périgord und war 25 Jahre lang bei der britischen Tageszeitung 'The Guardian'. Heute ist er im Vorstand eines Think-Tanks für Topmanager in Washington. Seine 'Bruno'-Romane erscheinen in 18 Sprachen.

Pressestimmen

»Man hätte kaum eine Stunde in anregenderer Unterhaltung verbringen können als mit dem gebürtigen Schotten.« Walter Meier / Neue Zürcher Zeitung Neue Zürcher Zeitung
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