Der letzte Akt. Rasputin und das Ende des Russischen Reiches

Über das Ende des Zarenreichs, russische Geschichte und Verschwörungsmythen
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Buchprofile - Rezension
Der Einfluss des sibirischen Wanderpredigers auf die Zarenfamilie und dessen Bedeutung für die letzten Jahre des Russischen Kaiserreichs.
Was immer seinen Charme ausmachte, es bleibt auch nach der Lektüre dieses Werkes vage. Weil es für den Autor nachrangig scheint. Der russische Bauer Grigori Rasputin gelangte als Seher, selbsternannter Gottesmann und vermeintlicher Heiler kurz vor dem I. Weltkrieg in die obersten Zirkel der Macht im Russischen Reich. Rasputin nahm Einfluss auf die Politik des Landes, brachte Mächtige in eine emotionale Abhängigkeit von ihm und starb am Ende eines gewaltsamen Todes. Nicht neue Details im Leben Rasputins sind der Verdienst des Historikers Antony Beevor, es ist sein überzeugend andersartiger Zugang zur Geschichte Russlands kurz vor dem Wendejahr 1917. Beevor legt das Buch als politisches und menschliches Drama an. Er lässt dabei tiefe Einblicke in das Seelenleben seiner Protagonisten zu, vornweg das der Zarin. Wie muss es um eine politische Ordnung bestellt sein, dass ein Charakter wie Rasputin solche Macht erlangen kann? Diese Leitfrage zieht sich durch das Werk, das im Stil durchgängig leicht lesbar bleibt, mit kurzen Szenen, bildhaften Details und präzisen Beobachtungen aufwartet. Einige wohlgesetzte grotesk-komische Elemente erinnern den Leser dann auch an das zuweilen Operettenhafte dieser historischen Episode. Empfohlen sei das Werk allen Einsteiger in die Geschichte der Romanows und der Russischen Revolution, aber auch Freunden erzählerischer Geschichtsschreibung, gerade wenn es um Einzelpersönlichkeiten geht. Eine Bereicherung für jeden Historienbestand.
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Artikelbeschreibung

Wie ein sibirischer Bauer das Russische Reich zu Fall brachte

Er war ein überzeugter Monarchist, kein Revolutionär, er bekleidete kein offizielles Amt und hatte keine Truppen unter sich - und doch trug er mehr zum Sturz der Romanow-Dynastie bei als jede andere Person: Grigori Rasputin. Antony Beevor, weltweit anerkannter Historiker und Bestsellerautor, widmet sich mit ihm einer der rätselhaftesten Figuren der Geschichte. Er hat Originalquellen aus zahlreichen Archiven ausgewertet und zeichnet auf dieser Grundlage das Ende des Zarenreichs sowie Rasputins Einfluss nach. So deckt er auf, wie der Einfluss dieses sibirischen Wanderpredigers am Hof von Zar Nikolaus II. und der Zarin Alexandra die russische Monarchie von innen aushöhlte und wie Gerüchte und Fake News mächtiger wurden als die Realität und so den Boden für die Russische Revolution bereiteten: erschreckende Parallelen zur heutigen Zeit, in der Desinformation und Verschwörungsmythen wieder als politische Waffe dienen und politische Systeme destabilisieren können.

»Eine der großartigsten Geschichten der Geschichte, erzählt von einem unserer größten Historiker.«
Simon Sebag Montefiore

  • Antony Beevor ist einer der weltweit erfolgsreichsten Historiker
  • Nach intensiven Recherchen in russischen Archiven und Auswertung bislang ungenutzter Quellen sowie Gesprächen mit der Großnichte des letzten Zaren, bewertet Beevor den Mythos Rasputin neu
  • Zeigt eindrücklich, wie Desinformation und Verschwörungsmythen politische Systeme destabilisieren können

Produktsicherheit

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Personeninformation

Antony Beevor, geb. 1946, ist einer der renommiertesten Historiker und der weltweit wohl erfolgreichste Autor zu historischen Themen. Seine Bestseller wie Stalingrad, Berlin 1945 und D-Day wurden in über 30 Sprachen übersetzt. Er erhielt u. a. den Wolfson History Prize und wurde 2017 in den Adelsstand erhoben. Jens Hagestedt, geb. 1958, studierte Germanistik, Musikwissenschaft und Philosophie in Hamburg. Er übersetzt politische und naturwissenschaftliche Sachbücher aus dem Englischen und Französischen, u. a. Judith Butler, Amartya Sen und Slavoj Zizek.

Pressestimmen

»Beevor ist einer unserer besten Historiker, mit scharfem Urteilsvermögen, einer gewandten Feder und einem tiefen Verständnis für die Welt, in der er arbeitet ... [Eine] wunderschön geschriebene, klarsichtige Biografie einer sehr russischen Tragödie. 'Der letzte Akt' ist sowohl eine Reflexion über die Geschichte als auch eine Meisterklasse in erzählender Prosa.« »Beevor räumt mit den Mythen und Legenden auf, die Rasputin umgeben, und liefert uns ein plausibles psychologisches Porträt, einen sehr lesenswerten Bericht über ein außergewöhnliches Leben und eine Geschichte des autokratischen Niedergangs mit zahlreichen zeitgenössischen Analogien.«
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