Frauen, die beim Lachen sterben

Roman
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Buchprofile - Rezension
Während einer Auszeit in Griechenland verarbeitet eine Frau ihre Erlebnisse der letzten Jahre.
Nach einer schockierenden Entdeckung flüchtet Iris mit Anfang vierzig aus Berlin auf eine kleine griechische Insel. In der familiären Pension kann sie endlich durchatmen und die letzten Jahre Revue passieren lassen – die Partyzeit mit ihren Freundinnen, der mäßig erfüllende Job als Betreuerin von Kunstschaffenden, die Corona-Pandemie. Lange reflektiert sie über ihre letzte romantische Beziehung mit einem verkopften Schriftsteller, für den sie immer nur an zweiter Stelle stand. Am meisten beschäftigt sie jedoch ihre Freundschaft zu Katja, die viele Höhen und Tiefen durchlebt und Iris zuletzt sehr verletzt hat. – Stück für Stück führen Iris Erinnerungen die Leserinnen und Leser zu dem einschneidenden Erlebnis, das sie dazu verleitet hat, sich kurz nach der ersten Corona-Impfung in ein Flugzeug zu setzen und Berlin für eine Weile den Rücken zu kehren. Dabei fängt der Roman sowohl Iris Stimmungsbild als auch die kleinen und großen Eigenheiten der griechischen Insel pointiert ein. Ab mittleren Beständen zu empfehlen.
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Artikelbeschreibung

Iris weiß nicht, was sie will, nur, was sie nicht will. Auch um zu flüchten, fliegt sie auf eine griechische Insel, überstürzt, allein, ratlos. Ausgerechnet auf eine Insel, auf der jeder Einheimische bewaffnet ist. Sie will zur Ruhe kommen und verstehen, was zwischen ihr und ihren Freundinnen Ela und Katja geschehen ist. Was die beiden überhaupt zu Freundinnen gemacht hat. Und draufkommen, warum sie Jahre mit Simon verbracht hat, obwohl sie das nie sein wollte: eine Frau in einer Beziehung, schon gar nicht mit einem Schriftsteller. Sie will nachdenken, über ihre Schwester, die hat, was ihr fehlt, und über das unvollendete Manuskript der belgischen Autorin, das sie im Kühlschrank der Künstlerresidenz findet, für die sie so lange gearbeitet hat. Und sie fragt sich, was noch wichtig ist, wenn etwas, das ihr einmal alles bedeutet hat, egal geworden ist. Und warum sie sich immer zu wenig in ihr eigenes Leben involviert hat.
Frauen, die beim Lachen sterben ist ein Roman über eine Freundschaft und die Sehnsucht nach dem Leben, das sich richtig anfühlt. Über das Scheitern und das Bedürfnis, sich selbst und allen anderen eine Geschichte zu erzählen, wenn man verlassen wird. Eine Geschichte, der, wie allen Geschichten, nicht zu trauen ist.

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AT-5020 Salzburg
Kontakt: office@jungundjung.at

Personeninformation

1986 geboren, lebt als Autorin und Journalistin in Berlin. Sie hat Amerikanistik, Englische Literaturwissenschaft und Geschichte an der Universität Würzburg studiert und danach bei der dpa (Deutsche Presse-Agentur) gearbeitet. Für ihre literarische Arbeit erhielt sie verschiedene Stipendien und war Stadtschreiberin in Kroatien und an der Nordsee. 

Pressestimmen

»Alexandra Stahl besitzt das Talent, mit schmalen Sätzen zu glänzen.« Shirin Sojitrawalla / Deutschlandfunk
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