Mondbeben

Roman
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Buchprofile - Rezension
Kann man vor seiner Vergangenheit fliehen, kann man ein neues Leben beginnen, und wenn ja, zu welchem Preis?
Olav Ostrander liebt den Mond. In seinen schlaflosen Nächten glaubt er, seine Schwere und auch sein Zittern zu spüren. Nur dann scheint er sich selbst nah sein zu können. In kurzen rückblickenden Fragmenten erfährt man von seinem Leben: Sein Kind starb früh, er wurde zu einem Schuldeneintreiber, der Gewalt nicht scheute. Als er sieht, wie eine Frau misshandelt wird, greift er ein und schlägt den Schlagenden tot. So lernt er also Helen, die Geschlagene, kennen, die ihn, der ins Gefängnis muss, wohl aus Dankbarkeit heiratet. Die Haft ist endlich verbüßt, Helen hat geerbt, und beide möchten auf einer Insel vor Afrika ein neues Leben beginnen. Hier beginnt nun die eigentliche Geschichte: Schon auf den ersten Seiten ist eine gewisse Hoffnungslosigkeit zu spüren. Allein die Kommunikation zwischen Olav und Helen ist quälend befremdlich, wohl, weil beide ahnen, dass sie ihrer Vergangenheit nicht entfliehen können. Kaum in Afrika angekommen wird ein ganz anderer Albtraum wahr: Das erhoffte Paradies entpuppt sich als ein einziger großer Betrug: Krankheit, Korruption, Gewalt, Hitze, Schmutz, allgegenwärtige Armut, Prostitution und verzweifelter Alkoholkonsum prägen schon die ersten Tage. - All dies wird aus der Perspektive von Olav erzählt. Seine fast schon zynisch scheinender Fatalismus, seine Verzweiflung angesichts dessen, was ihm widerfahren ist und dessen, was ihm jetzt so unbarmherzig begegnet, wird viele Leser/-innen, sicher in einigem Entsetzen zurücklassen. - Ludwig Fels, mehrfach ausgezeichnet, hat einen Roman geschrieben, den man wohl als schockierend bezeichnen kann, der aber immer gut lesbar ist und in seiner Schilderung von einer scheinbar unerbittlichen Gnaden- und Ausweglosigkeit packt und berührt. Für eine offene und interessierte Leserschaft sehr zu empfehlen!
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Artikelbeschreibung

In einem früheren Leben war Olaf Ostrander Schuldeneintreiber, jemand, der andere daran erinnert, dass es nichts umsonst gibt. Notfalls mit Gewalt. So hat er auch seine Frau kennengelernt, gerettet und erobert, um den Preis einer Strafe in Haft. Als sie kurz nach seiner Entlassung eine Erbschaft macht, ist der Moment für beide gekommen, die Vergangenheit hinter sich zu lassen. Gemeinsam wollen sie sich einen Traum erfüllen: den Traum von einem Leben auf einer Insel, weit weg von allem, unter Palmen und einer ewigen Sonne in einer Villa am Meer. Sie finden, was sie suchen, doch bald schon wird ihnen klar, dass der Himmel auf Erden nicht so einfach zu haben ist. Und dass sie trotz der hohen Zäune um ihr Haus dem Glück und anderen unberechenbaren Mächten ausgeliefert sind, die sie daran erinnern, dass es nichts umsonst gibt.Eindringlich und mit Leidenschaft erzählt Ludwig Fels von Sehnsucht und Verzweiflung, davon, was es kostet, an einem Traum festzuhalten. Und was es bedeutet, am eigenen Leib erfahren zu müssen, dass es ein falscher Traum gewesen ist.

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Kontakt: office@jungundjung.at
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