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Comics über die Nachkriegszeit
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Buchprofile - Rezension
Vier Bildgeschichten zu einer Sammlung von Alltagsgegenständen aus der frühen Nachkriegszeit, die sich heute im Haus der Geschichte des Landes Nordrhein-Westfalens befindet.
Werner Abresch (1941-2024) war ein evangelischer Pfarrer in Wesel am Niederrhein, der Mitte der 1980er Jahre begann, Alltagsgegenstände aus der frühen Nachkriegszeit zu sammeln. Besonderes Interesse hatte er dabei an Kriegsgerät, das aus der Not zu Gebrauchsgegenständen gemacht wurde. Aber Abresch war auch an mit diesen Gegenständen verbundenen Geschichten und Erinnerungen interessiert. Im Laufe der Zeit erlangte der im höheren Alter an Demenz erkrankte Abresch mit seiner Sammlung, die sich nun im Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf befindet, zunächst regionale und später überregionale Bekanntheit. Im vorliegenden, von der Stiftung Haus der Geschichte angeregten Sachcomic, erzählen und visualisieren verschiedene Comickünstler in von kurzen Texten begleiteten, künstlerisch sehr unterschiedlich gestalteten Bilderzählungen exemplarisch und stellvertretend die mit diesen Stücken verbundenen Erinnerungen: Das aus einem Fallschirm entstandene Hochzeitskleid, das einem gelernten Schneider das Leben rettete, ein für Hamsterfahrten aufs Land lebenswichtiges Fahrrad, ein Kochtopf, der aus den umgeschmiedeten Metallen eines Flugzeugs entstand und das Harmonium eines wegen seiner Glaubensüberzeugungen inhaftierten Musikers. Eingerahmt werden diese Kurzgeschichten von einem visuellen Blick auf den Sammler und sein Leben selbst. Losgelöst von seinem eigentlichen Entstehungszusammenhang kann dieser Sachcomic überall dort angeboten werden, wo Nutzenden ein anschaulicher Blick auf die Kriegsjahre und den schwierigen Alltag der unmittelbaren Zeit nach Ende des Zweiten Weltkriegs geboten werden soll.
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Artikelbeschreibung

Werner Abresch sammelte Gegenstände der Alltagskultur, insbesondere Stücke aus der Nachkriegszeit. Oftmals aus der Not geboren und aus den Hinterlassenschaften des Krieges gefertigt: Blumenvasen entstanden aus Granathülsen, Kleider wurden aus Fallschirmseide genäht. Am bekanntesten ist vielleicht der Stahlhelm, der sich in ein Küchensieb verwandelte.Inspiriert von einigen der 2000 Gegenstände der Sammlung Abresch sind Comicgeschichten entstanden, welche die Spur der Dinge aufnehmen, die Vergangenheit lebendig werden lassen und die helfen, die deutsche Nachkriegszeit besser zu verstehen.Die vorliegenden Comics zeigen, dass es unterschiedliche Herangehensweisen gibt, mit den Themen umzugehen. Neben einer Rahmenhandlung, die Werner Abresch gewidmet ist, entstanden vier Erzählungen, in denen die Künstler*innen viel Kreativität und Einfühlungsvermögen die Geschichten hinter den Dingen lebendig werden lassen. So könnte es gewesen sein.' Fünf Comic-Geschichten inspiriert von Gebrauchsgegenständen, die in der Nachkriegszeit aus Rüstungsmaterialien gefertigt wurden' Spannende Wissensvermittlung durch Comics

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