Die letzte Französin

Kriminalroman
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Buchprofile - Rezension
Ein geplanter terroristischer Anschlag – und der Einzige, der ihn verhindern kann, ist tot. – "Ein Roman noir mit Biss und Stich, und gemein effizient".
In einer Hafenstadt im Nordwesten Frankreichs hat der rechtsradikale "Patriotische Block" die Macht übernommen. Der Polizeiapparat wird ausgebaut und militarisiert. Doch weder Ruhe noch Ordnung kehren ein, im Gegenteil: Nahe der Sozialbau-Siedlung "800" wird Capitaine Mokrane Méguelati von der Terrorabwehr als vermeintlicher islamistischer Terrorist von einem Streifenpolizisten getötet. Der Schnellschuss hat fatale Folgen, denn er war der Einzige, der Informationen zu einem bevorstehenden Attentat hatte und nun weiß niemand, wo und wie der geplante Anschlag durchgeführt werden soll. Auch am Berufsgymnasium "Charles Tillon" ist die Stimmung angespannt, obwohl sich ein engagierter Lehrer und eine Jugendbuchautorin um Kontakt zu den Schüler:innen bemühen und für Toleranz und ein friedliches Miteinander plädieren. Als die Bombenwarnung die Schule erreicht, muss sich die Klasse verbarrikadieren. Die Polizei durchkämmt fieberhaft die Stadt – doch wer hätte ahnen können, dass ein junges Mädchen, eine Schülerin, zu allem bereit ist, damit das Leben noch einen Sinn hat? – Dieser atemlose Roman ist eine rasante Tour de Force durch die politischen und ideologischen Untiefen der französischen Gesellschaft – und dazu benötigt Leroy noch nicht mal 100 Seiten. Ein Zitat von Alain Léauthier konstatiert: "Leroy findet offensichtliches Vergnügen daran, die Darstellung der Vorläufer einer seit Langem angekündigten Katastrophe bis zum Äußersten zu treiben und muss ohne Freude darüber, aber nicht ohne Humor feststellen, dass das Zusammenleben in unserer Gesellschaft verdammt bleierne Flügel gekriegt hat." Ein sehr eindringlicher und großartig erzählter Roman.
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Artikelbeschreibung

In einer Hafenstadt im Nordwesten Frankreichs hat der rechtsradikale Patriotische Block die Macht übernommen. Der Polizeiapparat wird ausgebaut und militarisiert. Doch weder Ruhe noch Ordnung kehren ein, im Gegenteil: Nahe der Sozialbau-Siedlung »800« wird Capitaine Mokrane Méguelati von der Terrorabwehr, der als Einziger Informationen über ein bevorstehendes Attentat hat, als vermeintlicher islamistischer Terrorist von einem Streifenpolizisten getötet. Der Schnellschuss hat fatale Folgen, denn nun weiß niemand, wo und wie der geplante Anschlag durchgeführt werden soll.Auch am Berufsgymnasium »Charles Tillon« ist die Stimmung angespannt, obwohl sich ein engagierter Lehrer und eine Jugendbuchautorin um Kontakt zu den Schülern bemühen und für Toleranz und ein friedliches Miteinander plädieren. Doch auch diese Idealisten sind angeschlagen. Die Jugendlichen wiederum tragen lieber die sozialen und ideologischen Konflikte der Gesellschaft im Kleinen aus, statt Romane zu lesen.Als die Bombenwarnung die Schule erreicht, muss sich die Klasse verbarrikadieren. Die Polizei durchkämmt fieberhaft die Stadt - doch wer hätte ahnen können, was ein junges Mädchen mit alldem zu tun hat, eine Schülerin, die zu allem bereit ist, damit das Leben noch einen Sinn hat?Jérôme Leroys atemloser Roman ist eine rasante Tour de Force durch die politischen und ideologischen Untiefen der französischen Gesellschaft.

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Personeninformation

Jérôme Leroy, geboren 1964 in Rouen, ist Autor, Literaturkritiker und Herausgeber. Er hat zahlreiche Kriminalromane veröffentlicht. Auf Deutsch erschienen bisher »Der Block« (2017), »Die Verdunkelten« (2018), »Der Schutzengel« (2020), »Terminus Leipzig« (2022), ein Gemeinschaftswerk mit Max Annas, sowie »Die letzten Tage der Raubtiere« (2023). »Der Block« wurde mit dem Deutschen Krimipreis 2018 in der Kategorie International (3. Platz) ausgezeichnet. Jérôme Leroy lebt in Lille. Cornelia Wend, geboren 1965, studierte Französisch und Germanistik in Hannover, Hamburg und Rouen. Seit 1994 arbeitet sie als freie Übersetzerin, u.a. von Élisabeth Filhol, Patrick Pécherot, Chloé Mehdi und Jérôme Leroy. Für ihre Übertragung von Élisabeth Filhols Roman »Doggerland« wurde sie mit dem Hamburger Übersetzerpreis 2020 ausgezeichnet.

Pressestimmen

»Ein trockener und reizbarer Roman.« Delphine Peras, L'Express »Jérôme Leroy untersucht die kranke Psyche des Frankreich von heute.« Augustin Trapenard, Canal+ »Leroy findet offensichtliches Vergnügen daran, die Darstellung der Vorläufer einer seit langem angekündigten Katastrophe bis zum Äußersten zu treiben und muss ohne Freude darüber, aber nicht ohne Humor feststellen, dass das 'Zusammenleben' in unserer Gesellschaft verdammt bleierne Flügel gekriegt hat.« Alain Léauthier, Marianne »Ein Roman noir mit Biss und Stich, und gemein effizient.« Nathalie Peyrebonne, Le canard enchaîné »'Die letzte Französin' ist eine Art 'Was ist was?' über den islamistischen Wundbrand in unserer Gesellschaft. Eine kleines Kompendium der terroristischen Aktion gestern, heute und morgen. Und das im großartigen Stil eines Jérôme Leroy.« Bernard Poirette, RTL
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