Vor allem eins: Dir selbst sei treu

Die Schauspielerin Channa Maron
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Buchprofile - Rezension
Das Leben der jüdischen Schauspielerin vom Beginn ihrer Karriere in Berlin bis zu ihrem Engagement als Friedensaktivistin in Israel.
Der Name Channa Maron ist in Israels Theaterwelt ein Begriff. Die jüdischen Eltern flohen mit ihr vor der nationalsozialistischen Verfolgung. In Israel setzte sie die in Berlin begonnene Karriere fort und wurde zur gefeierten Volksschauspielerin, übernahm vor allem Rollen in Stücken der leichten Muse. Beim palästinensischen Terroranschlag in München 1970 verlor sie ein Bein und stand dennoch weiterhin auf der Bühne. Was ihr Schicksal zu etwas Besonderem macht ist ihr Engagement für den Frieden und gegen den Hass, trotz persönlicher Betroffenheit. Nach dem Unfall gewann ihre Schauspielkunst an Tiefe und sie wurde zur international beachteten Künstlerin. Das Goethe-Institut Israel beauftragte Barbara Yelin mit der Biografie der 2014 verstorbenen Schauspielerin. Anhand vieler Interviews nähert sie sich sehr einfühlsam dem Menschen und der Künstlerin Channa Maron. Sie schuf sowohl ein Dokument der Zeitgeschichte als auch ein Plädoyer für Frieden, gegen Rache und Hass. David Polonski zeichnete wichtige Stationen Manons und ergänzt so die poetischen Aquarelle und die persönlichen Texte mit den nüchternen Fakten. Als Zeitgeschichte und als Friedensapell einer bei uns kaum bekannten, begnadeten Schauspielerin für größere Bestände empfehlenswert.
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Artikelbeschreibung

Als die Schauspielerin Channa Maron 2014 im Alter von 93 Jahren stirbt, verliert Israel nicht nur seine "Königin der Bühne", sondern eine der engagiertesten Stimmen für eine Aussöhnung mit dem palästinensischen Volk. Bereits mit acht Jahren stand "Hannele" als Kinderstar auf Berliner Bühnen und vor Fritz Langs Kamera, bevor sie mit ihrer Familie 1933 vor den Nazis aus Berlin nach Palästina floh.Zeitlebens waren ihre Kunst und ihre bewegte Biografie eng verknüpft mit politischen Ereignissen. Als sie 1970 bei einem Anschlag palästinensischer Terroristen ein Bein verlor, ließ sich die streitbare Channa Maron dadurch weder von der Bühne vertreiben, noch büßte sie ihren Mut und ihre politische Haltung ein - im Gegenteil, die "große israelische Patriotin" verstärkte ihren Überzeugungskampf um die Notwendigkeit eines unabhängigen palästinensischen Staates. Die Hoffnung auf Frieden sollte sie bis zuletzt bewegen.

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