Vincents Schwestern

Aus dem bewegten Leben der Familie Van Gogh
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Buchprofile - Rezension
Spannende Familiengeschichte der drei Van Gogh-Schwestern.
Während Vincent van Goghs vier Jahre jüngerer Bruder Theo durch seinen Beruf als Kunsthändler und in tätiger Unterstützung des älteren Bruders eine zentrale und bereits früh erforschte Rolle für den Künstler übernimmt, ist wenig über die drei Schwestern bekannt, die zwischen 1855 und 1862 zur Welt kamen. Der van Gogh-Kenner, Kunsthistoriker und Biograph Willem-Jan Verlinden legt die erste umfassende Darstellung der Schwestern des Malers vor und trägt damit nicht nur ein höchst interessantes Kapitel zur Familiengeschichtsschreibung bei, sondern unternimmt zudem eine profunde Einordnung dieser Familienbeziehungen und der Charaktere der Schwestern in die niederländische Epoche der Modern, also der Zeit zwischen 1860 und dem Zweiten Weltkrieg. Die neun Jahre jüngere Will stand ihrem ältesten Bruder besonders nah. Sie engagierte sich als Sozialreformerin und Feministin, war aber seit ihrem 40. Lebensjahr aufgrund einer Demenz in einer psychiatrischen Anstalt untergebracht. Anna Cornelia, die älteste Schwester, heiratete einen Pfarrer und überwarf sich mit Vincent nach dem Tod des Vaters. Die mittlere Schwester schließlich, Elisabeth (Lies) van Gogh, trat ab 1905 als Lyrikerin und Essayistin hervor. Der kurze Einblick in die Biografien dieser Frauen soll zeigen, wie vielfältig und spannend ein Frauenleben in dieser Epoche in den Niederlanden sein konnte. Auch wenn die Lebenswege der Schwestern erst nach Vincents Tod 1890 ihre ausgeprägte Form erhielten, bleibt der Bezug zu dem ab 1901 durch internationale Ausstellungen berühmt gewordenen Malerbruder für alle Schwestern erhalten. Besonders die starke Familienbindung, das Bewusstsein für Herkunft und Familienwerte spielen in den Lebensläufen dieser Frauen eine Rolle. - Das Buch bietet neben gut lesbaren, detailreichen Ausführungen zu den Lebensgeschichten viele Familienfotografien, einen Stammbaum der Familie und Anmerkungen. Nicht nur den am Werk Vincent van Goghs Begeisterten wird die Arbeit von Verlinden gefallen, sondern jedem an Familiengeschichte und Frauenschicksalen Interessierten. Die sachlich abgefasste Biografie sei darum allen Beständen empfohlen.
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Artikelbeschreibung

Willem-Jan Verlinden taucht tief ein in die tragische Familiengeschichte. Er nähert sich mit großem Einfühlungsvermögen und detaillierter Beobachtungsgabe den Lebenslinien von Vincent van Goghs Schwestern Anna, Lies und Willemien und holt sie aus dem Schatten ihres berühmten Bruders. Die vertrauten Gespräche der Schwestern über Poesie und Bücher, Liebe, persönlichen Ehrgeiz und die Möglichkeiten, die sich ihnen boten, erweitern unser Verständnis einer dramatischen Epoche der europäischen Geschichte. Die Frauenbewegung war im Entstehen begriffen und Idealistinnen aller Couleur stiegen auf die Barrikaden, um die Revolution voranzutreiben.

Eine bemerkenswerte Familienbiografie mit bisher unveröffentlichten Briefen und Fotos aus den Archiven der Nachkommen und tiefen Einblicken in die Tragödien und besonderen Herausforderungen im Leben der Schwestern van Gogh.

Die erste Biografie über Vincent van Goghs drei Schwestern - fesselnd und intim!

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Personeninformation

Willem-Jan Verlinden wurde in den Niederlanden geboren und studierte Kunstgeschichte in Leiden. Er hat für eine Reihe von Museen und Kunststiftungen gearbeitet und ist zusammen mit Kristine Gorenhart Autor von How I Love London: Ein Spaziergang durch Vincent Van Goghs London. Seit mehr als einem Jahrzehnt recherchiert er zu den Van Goghs, ist im Austausch mit Nachfahren und Wegbegleiter:innen, durch die er Einblicke in bisher kaum bekannte Teile des Familienlebens erhält, so auch in die Briefwechsel der Schwestern, die bisher nicht übersetzt sind. Andreas Gressmann, geboren 1955 in Hamburg, aufgewachsen in Brüssel. Studium der Geschichte und französischen Philologie in Aachen und München. Andreas Gressmann übersetzt aus dem Niederländischen, Englischen und Französischen.

Pressestimmen

»Willem-Jan schreibt warmherzig ... mit vielen Informationen, die den Blick auf den Maler schärfen, bereichern, vielleicht sogar ganz neu justieren.« Bayern 2 20230405
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