Das Renaissancerathaus und der Goldene Saal in Augsburg

1620-2020
6,90 €
(inkl. MwSt.)
Versandkostenfrei in DE
Sofort lieferbar
Bayern im Buch-Rezension
Italienische Renaissance in Augsburg.
Zum 400. Geburtstag des Augsburger Rathauses gestaltet Martin Kluger diesen Begleiter durch das Rathaus, den Goldenen Saal und die Fürstenzimmer. Die vordere innere Umschlagseite des optisch gefälligen und inhaltlich aufschlussreichen Führers präsentiert eine chronologische Zeittafel zur Geschichte des Gebäudes, dessen Baugeschichte mit der Grundsteinlegung am 25.08.1615 beginnt und mit der ersten Ratssitzung am 03.08.1620 abgeschlossen ist. Mit der Durchführung wurde der Stadtwerkmeister Elias Holl beauftragt, der bereits 1615 den Perlachturm im Stil der Renaissance umgestaltet hatte. Die Gründe für die Errichtung dieses Monumentalbaus lagen zum einen darin, dass die Reichsstadt Augsburg der optischen Dominanz der Fugger ein kunstvolles Bauwerk entgegensetzen wollte, zum anderen sollte die Stadt als Standort für Reichstage erhalten bleiben, was jedoch misslang. Auch in der Ausstattung zeigen sich zwei Zielsetzungen: einerseits Hinweise auf die römische Gründung (Bronzebüsten und Gemälde römischer Kaiser), andererseits Würdigung der engen Verbundenheit mit den Habsburgern (z.B. Gemälde, Reichsadler auf beiden Fassaden). Der totalen Zerstörung im 2. Weltkrieg folgte die jahrzehntelange, teils umstrittene Restaurierung (1946/50-1996) nach historischem Vorbild. Nach diesen Informationen erläutert Kluger detailliert - beides mit Fotos unterlegt - die durch klare, symmetrische Gliederung bestechenden Fassaden, des weiteren die einzelnen Stockwerke (u.a. Büsten römischer Kaiser, Gedenkstätten für Augsburger Kriegsgefallene und Holocaust-Opfer) und das reichhaltige Bildprogramm des Goldenen Saals sowie die Ausstattung der Fürstenzimmer. - Für einen intensiven Besuch bzw. dessen Vorbereitung unverzichtbar!
Weiterlesen

Artikelbeschreibung

Das Rathaus - ein Geschichtsbuch: Römer, Kaiser und das Haus Habsburg, Glaubensstreit und Zweiter Weltkrieg.Augsburgs Renaissancerathaus ist der letzte große Rathausbau aus der Blüte deutscher Reichsstädte: "Mehr einem kaiserlichen Reichsgebäude als einem städtischen Rathaus vergleichbar, gehört er zu den Hauptwerken der deutschen Profanarchitektur des 17. Jahrhunderts." Das Werk des Stadtwerkmeisters Elias Holl war ein zentraler Schritt zur "Italienisierung" Augsburgs. Der Goldene Saal im Rathaus, konzipiert als prunkvoller Reichssaal, der künftige Reichstage sichern sollte, wurde - ohne die erhoffte Wirkung - aufwendigst gestaltet: Denn der "Immerwährende Reichstag" verblieb bis 1806 in Regensburg. 1620 war das neue Rathaus errichtet, danach wurde es prachtvoll ausgestattet. 1632 erreichte der Dreißigjährige Krieg die Stadt, die ihre Bedeutung verlor. Das Rathaus wurde zum "Geschichtsbuch", das an die Römer und an die Habsburger erinnert, an das konfessionelle Zeitalter, den Zweiten Weltkrieg und den Wiederaufbau.

Produktsicherheit

Hersteller: context verlag Augsburg | Nürnberg
Anschrift: Frohsinnstraße 11
DE-86150 Augsburg
Kontakt: info@context-mv.de

Personeninformation

Kluger, MartinDer Augsburger Martin Kluger, Jahrgang 1957, befasst sich seit etlichen Jahren intensiv mit Städte- und Kulturtourismus. Seit dem Jahr 2003 entstanden u.a. mehrere Stadtführer (Augsburg, Nürnberg, Regensburg, Ulm, Donauwörth) sowie Führer zu Reisezielen entlang der Deutschen Donau oder im bayerischen Schwaben. Mehrere Kulturreiseführer leiten zu den Sehenswürdigkeiten und zur Geschichte der Fugger und der Mozarts. Kluger konzipierte außerdem das Fuggereimuseum (2006) und den Weltkriegsbunker in der Fuggerei (2008) in der ältesten Sozialsiedlung der Welt, er war darüber hinaus an der Planung und Gestaltung des Lechmuseums Bayern in Langweid (2008) beteiligt.Martin Kluger setzte sich in mehreren Publikationen mit dem Thema Fugger auseinander. 2009 erschien von ihm der Bildband "Jakob Fugger (1459 - 1525). Sein Leben in Bildern", 2010 das Taschenbuch "Fugger - Italien: Geschäfte, Hochzeiten, Wissen und Kunst - Geschichte einer fruchtbaren Beziehung" sowie 2011 der Bildband "Die Bank der Fugger. Ein glanzvolles Kapitel europäischer Wirtschaftsgeschichte". Zwei umfangreiche Bände befassen sich mit der Geschichte der Fugger, den zahlreichen mit ihrer Geschichte verbundenen Herrschaftsorten, Baudenkmälern und Kunstwerken: Auf der Basis von vier Vorgängerauflagen erschien 2013 das 264 Seiten starke Taschenbuch "Die Fugger in Augsburg: Kaufherrn, Montanunternehmer, Bankiers und Stifter", bereits 2012 wurde "Die Fugger um Augsburg, München und Ulm. Adel, Schlösser und Kirchen" (504 Seiten) herausgegeben. Denkmalführer zu Spuren der Fugger verfasste Martin Kluger mit den Titeln "Die Fuggerei. Ein Führer durch die älteste Sozialsiedlung der Welt" (2009) sowie "St. Thekla Welden" (2012).In englischer Sprache erschien 2014 das von der Regio Augsburg Tourismus GmbH herausgegebene Taschenbuch "Fugger Dynastie in Augsburg. Merchants, Mining Entrepreneurs, Bankers and Benefactors".2011, und bereits im Januar 2013 in zweiter Auflage, erschien von Martin Kluger "Historische Wasserwirtschaft und Wasserkunst in Augsburg", das mittlerweile vergriffene Begleitbuch zur Interessenbekundung der Stadt Augsburg als UNESCO-Welterbe. 2013 verfasste Kluger den vertiefenden Folgeband "Wasserbau und Wasserkraft, Trinkwasser und Brunnenkunst in Augsburg. Die historische Augsburger Wasserwirtschaft und ihre Denkmäler im europaweiten Vergleich". Im März 2014 wurde im Kulturpark Rotes Tor die von Kluger konzipierte und vom context verlag gestaltete Ausstellung "Wasserbau und Wasserkraft, Trinkwasser und Brunnenkunst in Augsburg" eröffnet. Im Dezember 2015 erschien "Augsburgs historische Wasserwirtschaft. Der Weg zum UNESCO-Welterbe" von Martin Kluger.
Mehr von Kluger, Martin

Bewertungen

Die Bewertungen werden vor ihrer Veröffentlichung nicht auf ihre Echtheit überprüft. Sie können daher auch von Verbrauchern stammen, die die bewerteten Produkte tatsächlich gar nicht erworben/genutzt haben.