Die Frau, die schrie

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Buchprofile - Rezension
Als der Ich-Erzähler plötzlich Besuch von einer Nachbarin bekommt, beginnt für ihn ein wahrer Alptraum.
Los Angeles, in einer Wohnsiedlung: Der Ich-Erzähler lebt hier hermetisch zurückgezogen. Er scheint hier Erlebnissen aus seiner Vergangenheit entfliehen zu wollen. Eines Tages hört er eine Nachbarin schreien. Dann steht diese plötzlich vor seiner Tür: Die psychisch auffällige und undurchschaubare Corinna dringt ein und erzählt davon, ihre Stiefmutter töten zu wollen, die sie um ihr Erbe bringen will. Sie bittet ihn, deswegen Nachforschungen anzustellen. Zwischen beiden kommt es zu einer morbiden Beziehung, im Laufe derer er seine Nachbarin tötet. Aber da ist auch ihre Stiefmutter Sylvia, die ihn überaus fasziniert, die aber ein Geheimnis zu verbergen scheint und nicht weniger mysteriös ist als ihre Stieftochter. Und immer mehr konfrontieren ihn diese traumatischen Erlebnisse mit seiner Vergangenheit. Immer mehr wird er ins Verderben gezogen ... – David L. Ulin hat einen Thriller im Stil des Roman Noir geschrieben: Psychologisch subtil aufgebaut, kann sich der Leser kaum dem alptraumhaften Geschehen entziehen. Das erzeugt eine ganz eigene, beklemmende Spannung. Für Freunde dieses Genres ein wunderbares Lesevergnügen.
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Artikelbeschreibung

Kafka, Camus und David Goodis sagt David L. Ulin in einem Interview, spielten beim Schreiben seines Kriminalromans eine große Rolle. Es ist Geschichte eines Ich-Erzählers. Ein Mann in einem Apartmentkomplex in L.A versteckt sich vor seiner Vergangenheit, an die er sich nicht erinnern will. Auf der anderen Seite des Hofes hört seine Nachbarin nicht auf zu schreien. Als sie ihn in einem Erbstreit mit ihrer entfremdeten Stiefmutter um Hilfe bittet, wird er in ein Netz aus Angst undManipulation hineingezogen. Wie in einem Fiebertraum weiß er nicht mehr, was er glauben soll. Erst ist irritiert und doch will er verhindern, dass Corrina, die Stieftochter, wie im Gespräch mit ihm angekündigt, ihre Stiefmutter Sylvia tötet. Sie fühlt sich um ihren Anteil am Nachlass des verstorbenen Vaters betrogen. Die Stiefmutter hat Anwälte beauftragt, um seinen angeblichenWunsch zu verwirklichen, seine Tochter enterben.Umgeben von Waldbränden entwickelt sich ein Noir. Böse, brutal kurz, scharf, düster. Ein Kriminalroman, so die Absicht des Autors, der sich in einer Nacht lesen lässt. In dreizehn Kapiteln offenbart sich ein gewalttätiger, verzweifelter Ort ohne Vergebung. Ein Thriller voller schlechter Menschen, die schlimme Dinge tun und buchstäblich die Straßen ablaufen, um Erlösung zu finden.

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Personeninformation

David L. Ulin ist der Buchredakteur von Alta (Magazin) und ehemaliger Buchredakteur undBuchkritiker der Los Angeles Times. Seine Arbeiten erschienen in The Atlantic, The NewYork Times, Harper's, The Paris Review und "The Best American Essays 2020". Er erhieltStipendien der Guggenheim Foundation, der Lannan Foundation und der UcrossFoundation sowie ein COLA Individual Master Artist Grant der Stadt Los Angeles.Er ist Professor für Englisch an der University of Southern California, wo er die ZeitschriftAir/Light herausgibt.
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