Felix Hoerburger - als 'Fremder' in der 'Welt'

Ein Lesebuch. Ausgewählt und herausgegeben von Thomas Emmerig. Mit Illustrationen von Josef Wittmann
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Bayern im Buch-Rezension
Köstlich verquere bairische Sprachpoesie.
Ihn als Musikprofessor zu bezeichnen, charakterisiert nur zum Teil seine Person und sein Werk. In München 1916 geboren, studierte er zunächst Musikwissenschaft, doch zwischen 1958 und 1976 bereiste er mehrmals den Balkan, Afghanistan, Nepal, Taiwan und viele andere Länder. Freilich nicht als Erholung suchender Tourist, sondern ausgerüstet mit Tonbandgerät, Fotoapparat und Kamera. Das Ergebnis waren mehrere tausend Ton- und Bildaufnahmen der authentischen, über Jahrhunderte in der Bevölkerung bewahrten und von Generation zu Generation tradierten Musik dieser Länder und Kulturräume. Doch daneben widmete er sich – von manchen Kollegen der Musikethnologie freilich auch milde belächelt – seinem größten Hobby: der Sammlung und Erforschung des bayerischen Zwiefachen und der Erschaffung einer Spezialsprache, die Wort- und Klangspiel in einem war: „nordsüdneuhochschnubiglbäierische mundart“ nannte er diese Sprachschöpfung, in der er fantasievolle Verse und heiter-sinnierende Aphorismen niederschrieb. Neben seinen realen und fiktiven Erinnerungen aus der „schnubiglputanischen provinz“ mit ungemein amüsant geschilderten Eindrücken seiner Forschungsreisen zwischen Bayern und Taiwan, verfasste er klangvolle „siauschucherln“ (Kurzgeschichten), „bambuznschtückln“ (Gedichte), „plembemperer“ (rhythmische Fantasien) und „halbschnalzer“ (Stücke im Halbwalzerrhythmus), bei deren Vorträgen des Autors die Zuhörer über die gewaltige poetische Sprachmagie stets in schmunzelndes Staunen gerieten. Schade, dass der Verlag keine CD mit einer Auswahl aus Hoerburgers so hinreißenden musikalisch grundierten Sprachspielereien diesem Bändchen beigelegt hat. Aber beim (lauten!) Lesen all der „blimbadimschtückl“ und der „neuesten nachrichten aus der schnubiglputanischen provinz“ geht jedem Freund köstlich verquerer bairischer Sprachpoesie das Herz auf, wozu auch die märchenhaft-surrealen Zeichnungen von Josef Wittmann beitragen.
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Artikelbeschreibung

Anlässlich des 100. Geburtstags von Felix Hoerburger im Dezember 2016 erscheint im Allitera Verlag diese Auswahl von Felix Hoerburgers grandioser sprachmusikalischer Poetik.Der Regensburger Professor Felix Hoerburger war Musikethnologe, Komponist und Volksmusikforscher. Als Schriftsteller gilt er als Ausnahmeerscheinung. Er wird als Mundart- und Nonsens-Autor bezeichnet, aber eindeutig kategorisieren kann man ihn nicht. In der von ihm erfundenen Kunstsprache namens »schnubiglbaierisch« veröffentlichte er seine siauschuacherln (Kurzgeschichten), bambuznschtückln (Gedichte), plembemperer (rhythmische Stücke) und halbschnalzer (Stücke im Halbwalzerrhythmus) und trug diese melodisch klingenden Stücke auch selbst vor.

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