Die verlorene Schwester - Elfriede und Erich Maria Remarque

Eine Doppelbiografie
28,00 €
(inkl. MwSt.)
Versandkostenfrei in DE
Sofort lieferbar
Buchprofile - Rezension
Die tragische Geschichte der Geschwister Remarque.
Man nehme eine berühmte Person und durchleuchtet ihr Leben aus deren eigener und aus einer anderen, nahen Perspektive. Diesem Rezept folgt auch die neue Romanbiografie von Heinrich Thies. Es geht um einen Autor mit Weltruhm und die Schwester in dessen Schatten. Diese Konstellation hat es im Falle der Remarque-Geschwister in sich. Während Erich Maria Remarque sich in den 1920er Jahren als Sportredakteur und Comictexter durchschlug und dann mit seinem Antikriegsroman "Im Westen nichts Neues" (1929) ein One-Hit-Wonder landete, arbeitet Elfriede Remarque recht erfolgreich als Damenschneidermeisterin. Beide sind keine Kinder von Traurigkeit, haben Liebschaften und feiern gerne, aber Elfriede ist vorsichtiger und hält sich aus Politik und Propaganda heraus. Remarques Roman wird zum Welterfolg, 1930 auch verfilmt, aber die Nazis verbieten beides. Der Autor verlässt Deutschland und logiert in Schweizer Villen und US-amerikanischen Hotelsuites. Seine Schwester wird im August 1943 verhaftet und unter eine fadenscheinige Anklage gestellt, "wehrkraftzersetzende" Aussagen von ihr soll es geben, die Wahrheit aber ist, dass Hitlers Schergen sie in Sippenhaft nehmen und ihr einen Schauprozess machen. Am 16.12.1943 wird Elfriede in Berlin-Plötzensee enthauptet, ihr Bruder erfährt erst 1946 davon und verarbeitet das Trauma in seinem KZ-Roman "Der Funke Leben", den er dem Andenken an die Schwester widmet. Thies wechselt geschickt die Perspektiven, lässt die Leser/-innen teilhaben an zwei grundsätzlich verschiedenen Lebenswegen und erzählt das, was die Figuren voneinander nicht wissen konnten - oder auch nicht wissen wollten (es gibt nur einen Brief der Schwester an den Bruder aus dem Jahr 1932). Eine investigative Romanbiografie, spannend erzählt bis zum bitteren Ende.
Weiterlesen

Artikelbeschreibung

Am 16. Dezember 1943 wurde die Damenschneiderin Elfriede Scholz nach der Denunziation durch eine Freundin in Berlin-Plötzensee enthauptet - wegen angeblicher »Wehrkraftzersetzung«, aber auch wegen ihres berühmten Bruders: Erich Maria Remarque. Der Autor des Antikriegsromans »Im Westen nichts Neues«, in Nazideutschland verfemt, hielt sich während des Zweiten Weltkriegs in den USA auf und verkehrte mit Emigranten und Filmstars wie Marlene Dietrich und Greta Garbo - wohlhabend, aber entwurzelt. Vom Tod seiner Schwester erfuhr er erst 1946.Heinrich Thies erzählt in lebendigen Szenen die Geschichte von zwei unterschiedlichen Geschwistern im Strudel der Weltgeschichte. Dabei stützt er sich auf zum Teil unveröffentlichte Dokumente wie Tagebuchaufzeichnungen, Briefe und Gerichtsakten.

Produktsicherheit

Hersteller: Klampen
Anschrift: Röse 21
DE-31832 Springe
Kontakt: info@zuklampen.de

Personeninformation

Heinrich Thies, geboren 1953, ist Autor von Biografien, Romanen, Sach- und Kinderbüchern. Der frühere Redakteur und Chefreporter der »Hannoverschen Allgemeinen Zeitung« wurde mit dem Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet und machte sich einen Namen mit verschiedenen Romanbiografien. Zuletzt erschien seine Doppelbiografie über Marlene Dietrich und ihre Schwester. Bei zu Klampen erschienen von ihm u. a.: »Hilferuf aus dem Folterkeller. Die Hamburger Säurefassmorde. Eine Spurensuche« (2014) und die Krimis »Das Mädchen im Moor« (2010) und »Schweinetango« (2009).

Pressestimmen

»Ein spannendes Zeugnis zweier Schicksale aus Deutschland« Roland Meyer-Arlt in: Hannoversche Allgemeine Zeitung, 1. August 2020
Mehr von Thies, Heinrich

Bewertungen

Die Bewertungen werden vor ihrer Veröffentlichung nicht auf ihre Echtheit überprüft. Sie können daher auch von Verbrauchern stammen, die die bewerteten Produkte tatsächlich gar nicht erworben/genutzt haben.