Schlachthof und Ordnung

Roman
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Buchprofile - Rezension
Satirischer Roman über Medikamentenmissbrauch und die Psychopharmaka-Industrie.
Marom, ein Psychopharmakon mit dem Inhaltsstoff Marazepam, hat den europäischen Markt erobert. Jeder nimmt es: ein Journalist ebenso wie ein Manager eines Fleischproduzenten, eine Möchtegern-Terroristin ebenso wie eine Prostituierte. Und es verfallen diesem Medikament, mit dem ein Pharmakonzern Millionen macht, immer mehr Menschen. Der Journalist Marc Toisier, selber Marazepam-Konsument, will diese fatale Wirkung offenlegen. Doch es ist offensichtlich ein Kampf gegen Windmühlenflügel ... - Christoph Höhtker hat bereits einige für Aufsehen in der Literaturszene sorgende Bücher geschrieben (zul. "Das Jahr der Frauen", BP/mp 17/956, nominiert für den Deutschen Buchpreis). Sein neuester Roman wird seinem Ruf gerecht: Ironisch ist er, skurril, aber auch humoresk, satirisch, fesselnd geschrieben. Und was die Leser/-innen den Atem anhalten lässt: Das alles ist trotz aller Überzeichnung absolut realitätsnah. Echt lesenswert!
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Artikelbeschreibung

Ein revolutionärer Wirkstoff erobert den europäischen Markt: Marazepam, Markenname Marom. Offiziell ein Angstlöser, in Wirklichkeit ein hochintelligentes Psychopharmakon. Die Lösung für alles, gegen alles. Endgültige, allmächtige, Glück verheißende Arznei.

Von der als Prostituierte getarnten Anhängerin einer feministischen Terrorgruppe bis hin zu den erfolgsgierigen Managern multinationaler Konzerne, alle sind der Glücksdroge verfallen.

Mittendrin Joachim A. Gerke, ein Sozialhilfeempfänger mit literarischen Ambitionen - und einem Problem hinsichtlich der täglichen Zufuhr des Medikaments, das ihm sein Hausarzt plötzlich verweigert. Ein Medikament, das inzwischen eine Gesellschaft steuert, die beunruhigend genau nach der unseren klingt. Eine Gesellschaft am Rande des Nervenzusammenbruchs.

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Personeninformation

Christoph Höhtker, 1967 in Bielefeld geboren, Soziologiestudium. Lebt seit 2004 in Genf und arbeitet dort für eine internationale Organisation.Neben seinen Romanen publiziert Christoph Höhtker in unregelmäßigen Abständen «Reiseberichte» in der NZZ, der Welt, der Zeit, in Konkret, der WOZ oder im Magazin des Tages-Anzeiger.
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