
Artikelbeschreibung
Heute stehen junge Menschen mehr denn je im Mittelpunkt des gesellschaftlichen Wandels sowie der Krise der (repräsentativen) Demokratie. Ihre politische Einbeziehung ist für die Zukunft der Demokratie von besonderer Bedeutung. Diese jungen Menschen sind nicht politisch desinteressiert, sie beteiligen sich nur anders an Politik: nach wie vor in konventionellen Formen als Wähler:in, Kandidat:in oder Parteimitglied, im Zeitalter der digitalen Kommunikation und der sozialen Netzwerke aber zunehmend in unkonventionellen Formen. Dazu zählen u.a. die Teilnahme an Vereinsaktivitäten, an Demonstrationen, Petitionen, sozialen Bewegungen, Streiks oder Boykotten, die zumeist mit diversen Online-Aktivitäten fest vernetzt oder locker assoziiert sind. In diesen Formen kann bürgerschaftliches Handeln von seinen politischen Inhalten her mit demokratisch libertären aber auch (rechts-)populistisch autoritären Ideen und Werten verbunden sein. In diesen Zusammenhängen analysieren die Autor:innen zentrale Aspekte der Sozialisation dieser Jugendlichen (städtisches Leben, Geschlecht, Migrationshintergrund etc.) im deutsch-französischen Vergleich, d.h. mit Blick auf zwei europäische Gesellschaften, die sich durch strukturelle Gemeinsamkeiten (Inklusion/Exklusion) und kulturelle Besonderheiten (politische, städtisch-sozialräumliche Kulturen etc.) auszeichnen. Dieses Buch liefert wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse zum Verständnis der Herausforderungen, welche die Bürgerbeteiligung junger Menschen mit sich bringt. Es zeigt zudem innovative Praktiken der politischen Bildung und der Sozialarbeit auf, die für Jugendliche auf nationaler und internationaler Ebene entwickelt werden können.
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Personeninformation
Dietmar Loch ist Professor für Soziologie an der Universität Lille. Seine Schwerpunkte in Lehre und Forschung sind Migration, soziale Konflikte, Globalisierung, Gewalt in Städten, urbane Segregation und die populistische radikale Rechte
Markus Ottersbach ist an der Technischen Hochschule Köln als Professor für Soziologie tätig. Er leitet dort den Forschungsschwerpunkt "Migration und Interkulturelle Kompetenz" und ist Direktor des Instituts für Migration und Diversität. Seine Lehr- und Forschungsgebiete sind Migration, Soziale Ungleichheit, Stadt- und Jugendsoziologie und politische Partizipation.
Prof. Dr. Schahrzad Farrokhzad, Diplom-Pädagogin, ist Professorin für Interkulturelle Bildung in sozialen Organisationen an der Technischen Hochschule Köln. Ihre Lehr- und Forschungsgebiete sind Interkulturelle Bildung und Organisationsentwicklung, Diversity Management, Lebenslagen im Kontext von Migration und Geschlechterverhältnissen, Familienbildung und Jugendarbeit, Evaluation und empirische Sozialforschung.
Abdelhafid Hammouche ist emeritierter Professor für Soziologie an der Universität Lille. Seine Schwerpunkte liegen mit der Analyse von Familien- und Generationenbeziehungen sowie von Prozessen der Gentrifizierung in der Migrations- und in der Stadtsoziologie sowie in der Analyse öffentlicher Politik (Stadtpolitik etc.). Die Beziehungen zwischen Frankreich und den Maghrebstaaten erforscht er mit Blick auf die postkoloniale Dimension von Migration.
Laurent Lardeux ist promovierter Forschungsbeauftragter beim Nationalen Institut für Jugend- und Volksbildung (Institut national de la jeunesse et de l'éducation populaire/INJEP) in Paris. Seine Schwerpunkte sind: Engagement von Jugendlichen in der Politik, Verletzbarkeiten und öffentliche Politik; Migration, Ethik, Einwanderung; internationale Organisationen, Bio-Politik und humanitäre Regierung.
Dietmar Loch ist Professor für Soziologie an der Universität Lille. Seine Schwerpunkte in Lehre und Forschung sind Migration, soziale Konflikte, Globalisierung, Gewalt in Städten, urbane Segregation und die populistische radikale Rechte
Saloua Mohammed Oulad M Hand, MA Pädagogik und Management der Sozialen Arbeit, hat zurzeit eine Tandem-Professur an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) inne und ist zugleich Referentin für Rassismuskritik und Rechtsextremismusprävention beim Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit in NRW (IDA-NRW). Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen Ideologien der Ungleichwertigkeit (Rassismus/Salafismus/Rechtsextremismus), Soziale Arbeit im transnationalen Kontext, Gender und Religion im Kontext von Migration und Flucht.
Markus Ottersbach ist an der Technischen Hochschule Köln als Professor für Soziologie tätig. Er leitet dort den Forschungsschwerpunkt "Migration und Interkulturelle Kompetenz" und ist Direktor des Instituts für Migration und Diversität. Seine Lehr- und Forschungsgebiete sind Migration, Soziale Ungleichheit, Stadt- und Jugendsoziologie und politische Partizipation.
Sonja Preissing hat eine Professur für Soziale Arbeit an der Internationalen Hochschule in Köln inne. Ihre Lehr- und Forschungsschwerpunkte sind Jugend, Migrations- und Stadtforschung, Partizipation, Kinder- und Jugendpolitik, Soziale Arbeit im Quartier, deutsch-französische Studien und Qualitative Sozialforschung.
Zaihia Zéroulou ist promovierte Hochschullehrerin (Maîtresse de conférences) an der Universität Lille. Ihre Schwerpunkte sind: Bildung und Eingliederung von Jugendlichen, Bildungs- und Einschulungsfragen von benachteiligten Kindern und Jugendlichen aus sozial schwachen Milieus und mit Migrationshintergrund.
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