Wer hat uns je geliebt?

Roman | Eine aberwitzige Geschichte aus dem Berlin der Gegenwart
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Buchprofile - Rezension
Leicht surrealistischer Roman im Berlin der Nach-Corona-Zeit.
Zuerst denkt man an einen Krimi: ein Mann stirbt an einem Backgammon-Abend in einer Berliner Kneipe, man kann keinen genauen Grund dafür ausmachen. Der einzige Zeuge ist ein kauziger alter Mann, von dem alle nur den Vornamen kennen: Enki. Die Kommissarin Lucia Lill will den Fall nicht aufgeben und sucht den Kontakt zu dem schrulligen Einzelgänger, der in einer Wohnung im alten West-Berlin wohnt, die einer längst verstorbenen Frau gehörte, die ihn vor vielen Jahren von der Straße geholt hat. Weitere Akteure in diesem Szenario sind der Pathologe, der zarte Bande zu der Kommissarin knüpft und bei einem Treffen mit ihr schwer verletzt wird, eine Boulevard-Journalistin, ein Psychologe und ein obdachloses Pärchen. Die Handlung ist flott, leicht überdreht mit einer deutlichen surrealistischen Note und könnte gut die Vorlage für einen Kinofilm geben. Wer in ein abgedrehtes Berlin der Nach-Corona-Zeit eintauchen möchte, ist hier gut bedient.
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Artikelbeschreibung

Treibt da ein Gott sein magisches Spiel in der hyperventilierenden Berliner Gegenwart?

Mitten im Backgammon-Spiel stirbt in einer Berliner Kneipe ein Mann auf unerklärliche Weise. Die Sache wird dennoch schnell zu den Akten gelegt. Kommissarin Lucia Lill beschließt, weiter zu ermitteln. Ihr vielversprechendster Zeuge ist ein alter Mann namens Enki - seinen Nachnamen nennt er nicht. Er wirkt kauzig, doch hilfsbereit. Rätselhafte Dinge geschehen, von denen auch Yvonne Gispritz, die als Poison Ivy berüchtigte Boulevardjournalistin, Wind bekommt. Lucia ist bald mit den Nerven am Ende. Droht sie, verrückt zu werden, oder wird die Begegnung mit Enki zu einer der besonderen Art?

Eine aberwitzige Geschichte über die Grenze von Realität zu Wahn.

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Personeninformation

Helmut Krausser, geboren 1964 in Esslingen, schreibt Romane, Erzählungen, Lyrik, Tagebücher, Hörspiele, Theaterstücke, Drehbücher und komponiert Musik. Von ihm erschienen u.a. »Fette Welt« (1992), »Melodien oder Nachträge zum quecksilbernen Zeitalter« (1993), »Thanatos« (1996), »Der große Bagarozy« (1997), »UC (Ultrachronos« (2003), »Eros« (2006), »Die kleinen Gärten des Maestro Puccini« (2008), »Einsamkeit und Sex und Mitleid« (2009), »Die letzten schönen Tage« (2011), »Nicht ganz schlechte Menschen« (2012), »Gebrauchsanweisung für den FC Bayern München« (2015), »Alles ist gut« (2015), »Geschehnisse während der Weltmeisterschaft« (2018) und zuletzt der Lyrikband »Glutnester« (2021) sowie die Romane »Trennungen. Verbrennungen« (2019), »Für die Ewigkeit. Die Flucht von Cis und Jorge Jega« (2020), »Wann das mit Jeanne begann« (2022) und »Freundschaft und Vergeltung«. Mehrere seiner Bücher wurden verfilmt und seine Werke wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Er lebt in Berlin.

Pressestimmen

»panoramatischer, schnell geschnittener und vergnüglicher Berlin-Roman« Ulrich Seidler Berliner Zeitung 20260516
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