Das Sägewerk

Band 832
Roman
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Buchprofile - Rezension
Ein junger Franzose erzählt von den beschwerlichen zwei Jahren, die er in einem Sägewerk gearbeitet hat.
Der Ich-Erzähler dieses kurzen (knapp 150-seitigen) Romans beschreibt hier, wie er Anfang der 50er Jahre nach nicht bestandenem Abitur zwei Jahre in einem Sägewerk im Loiretal arbeitete, bevor er zum Militär ging. Mit einem überaus realistischen, zum Teil spröden, aber deshalb umso authentischeren Stil beschreibt er die extremen Bedingungen, unter denen er und die anderen Arbeiter schuften müssen: unerträgliche Hitze im Sommer, furchtbare Kälte im Winter, ein Chef, der seine Untergebenen hemmungslos und zum Teil sadistisch ausbeutet, und eine schonungslose Rivalität unter den Männern. Nur mühsam versteht der Erzähler es, sich hier zu behaupten, ja körperlich und auch seelisch an Stärke zu gewinnen, bis er nach Ablauf von zwei Jahren endlich die ersehnte Einberufung zum Wehrdienst bekommt. - Das Buch wurde wohl um 1953 geschrieben, aber erst 1975 durch den französischen Schriftsteller Pierre Gripari herausgegeben. Es gibt gute Gründe, anzunehmen, dass es sich bei dem Autor der autobiographischen Erzählung um Griparis Bruder handelt. Dieses Buch nimmt - so kurz es ist - bei der Lektüre mit, doch es ist in jedem Fall lesenswert.
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Artikelbeschreibung

Der Erzähler dieses singulären Buchs ist ein junger Mann, der sich vor seinem Militärdienst gezwungen sieht, zwei Jahre lang in einem Sägewerk zu arbeiten. Sein Bericht über diese Zeit beleuchtet ein kaum vorstellbar hartes und bitteres Leben: Zwölf-Stunden-Tage, manchmal sogar noch länger, in schrecklicher Kälte oder drückender Hitze.
Die Arbeit ist gefährlich, der Ton unter den Arbeitern rau und ungehobelt wie die Bretter, aus denen sie Kisten zusammennageln. Latent aggressiv misstrauen und verleumden sie einander.
Seine Hände aber verraten ihn, Hände, die nie gelitten haben. Abends kehrt der Abiturient wie zerschlagen nach Hause zurück, wo Yvonne - vielleicht seine Schwester oder die Frau seines älteren Bruders - ihn erwartet.
Dieser Erinnerungstext berichtet von einem wenig bekannten Wirtschaftszweig: der ländlichen Kleinindustrie. In einer rohen, quasi unbehauenen, schneidenden Sprache handelt das Buch davon, wie sich Körper und Geist im Kontakt mit Dingen und Materialien verändern.
Man spürt förmlich die Kälte des Winters, das Gewicht der Baumstämme und die körperliche Erschöpfung, man riecht Schweiß, Harz und Holz und hört den kreischenden Lärm der Sägen. Ein Buch, das tief unter die Haut geht wie ein Holzsplitter.

Produktsicherheit

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Personeninformation

Über den Autor ist nichts bekannt. Der Text wurde wohl bereits 1953 geschrieben, aber erst 1975 durch den französischen Schriftsteller Gripari bei L'Âge d'Homme veröffentlicht. Der Schweizer Verlag Héros-Limite gab im Jahr 2013 eine Neuausgabe heraus, die mit dem Prix Mémorable ausgezeichnet wurde.
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