Das doppelte Gesicht

Band 3707
Ein Fall für Emil Graf
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Bayern im Buch-Rezension
Im August 1945 muss die Münchner Polizei die Morde an drei Kriegsheimkehrern aufklären.
Die junge Journalistin Billa Löwenfeld, eine aus dem Exil in den USA nach München zurückgekehrte Jüdin, soll im Auftrag ihrer Zeitung einen Kriegsheimkehrer interviewen. Doch sie findet ihn erschossen vor. Die unbeschädigte Villa des wohlhabenden Mordopfers steht im krassen Gegensatz zu der überwiegend in Trümmern liegenden Stadt. Die chaotischen Zustände im Nachkriegsdeutschland erschüttern Billa, die Erinnerungen an ihre Heimatstadt sind weit von dem Anblick entfernt, der sich ihr momentan bietet. Auch die Münchner Polizei muss nach der Entfernung aller mit einer offensichtlichen Nazi-Vergangenheit belasteten Beamten unter der Leitung der US-amerikanischen Besatzer völlig neu aufgebaut werden. Der Jurist Emil Graf wird, obwohl er keinerlei kriminalistische Erfahrung hat, mit der Aufklärung des Mordes betraut, dem in derselben Nacht noch zwei weitere, identisch ausgeführte folgten. Billa, die mit ihrer Kamera den ersten Tatort fotografisch dokumentiert hat, ist nicht nur eine wichtige Zeugin, sondern interessiert sich ungemein für die Ermittlungsarbeiten und die Verbindungen zwischen den Opfern. Sie und Emil Graf folgen zwar unabhängig voneinander denselben Spuren, ziehen aber zunächst unterschiedliche Schlussfolgerungen, was beide in Gefahr bringt ... - Ein weiteres Mal nach "Der Himmel über unseren Träumen" wählt die Historikerin Heidi Rehn die Nachkriegszeit in München als Setting für ihren Roman aus, und wieder ist ihr dank akribischer Recherchen ein lebendiges, detailreiches Bild dieser Epoche gelungen. Besonders interessant ist das Thema "Displaced Persons" (Zivilpersonen, die sich kriegsbedingt außerhalb ihres Heimatlandes aufhielten), über deren schwierige Situation zumindest in der Romanliteratur wenig zu finden ist. Der spannende historische Krimi ist in allen Büchereien und ganz besonders den Münchnern zu empfehlen.
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Artikelbeschreibung

München, Stunde null - ein grausames Verbrechen und eine alte Schuld. München, August 1945. Der Krieg ist zu Ende, die Stadt versinkt im Chaos. Die Reporterin Billa Löwenfeld, eine aus dem Exil zurückgekehrte Jüdin, soll den Kriegsheimkehrer Viktor von Dietlitz interviewen - und findet ihn erschossen auf. Der junge und noch unerfahrene Ermittler Emil Graf soll den vermeintlichen Routinefall aufklären. Schon bald geschehen zwei weitere Morde nach demselben Muster. Und Emil findet heraus, dass ausgerechnet Billa die gesuchte Verbindung zwischen den drei Opfern sein könnte ... Ein hervorragend recherchierter Kriminalroman im München der Nachkriegszeit über die Frage, was einen Menschen zum Täter macht

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Personeninformation

Heidi Rehn, geboren 1966, studierte Germanistik und Geschichte in München. Seit vielen Jahren schreibt sie hauptberuflich. In München bietet sie literarische Spaziergänge "Auf den Spuren von ..." zu den Themen ihrer Romane an, bei denen das fiktive Geschehen eindrucksvoll mit der Historie verbunden wird.
Im Aufbau Taschenbuch sind von ihr der Roman "Die Tochter des Zauberers - Erika Mann und ihre Flucht ins Leben" sowie "Das doppelte Gesicht" und "Die letzte Schuld", die ersten beiden Bände der Krimireihe um Emil Graf und Billa Löwenfeld, erschienen.
Mehr zur Autorin unter www.heidi-rehn.de.

Pressestimmen

»Sehr schöner historischer Krimi mit beeindruckender Nachkriegs und Münchenatmosphäre in dem die Autorin mehr als eine Frage aufwirft...« BR 5 20210102
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