Das Haus der schönen Dinge

Roman
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Bayern im Buch-Rezension
Familienroman über Glanz und Untergang einer Münchner Kaufhaus-Dynastie zu Beginn des 20. Jh.
Tietz, Uhlfelder, Bach – viele der Münchner Kaufhäuser mit jüdischen Eigentümern erlitten ein ähnliches Schicksal: noch im 19. Jh. gegründet, erlebten sie über wechselhafte Zeiten hinweg einen glanzvollen Aufstieg, bevor sie durch die Nationalsozialisten zerschlagen und zwangsverkauft wurden. Nicht immer, wie im Falle des hier exemplarisch dargestellten fiktiven Hauses Hirschvogl, konnten die Besitzer rechtzeitig ins Ausland fliehen und wurden ermordet. Mit ihrem filmreifen Buch (die Originalausgabe erschien bereits 2017) nimmt uns die für ihre historischen Romane bereits ausgezeichnete Heidi Rehn mit in die Zeit zwischen 1897 bis 1952. Zentrale Figur ist Lily Hirschvogl, die trotz einer gescheiterten Ehe das Haus 1933 übernimmt und sich nicht immer sicher sein kann, wem aus dem umfangreichen Kreis der Familienmitglieder, Freunde, Angestellten und Geschäftspartner eigentlich noch zu trauen ist. Auch wenn die Pracht der Warenhauskultur stets den Hintergrund bildet – im Mittelpunkt stehen die persönlichen Schicksale einer jüdischen Kaufmannsfamilie, die emotional so dicht beschrieben sind, dass sie eine untergegangene Welt noch einmal vor dem inneren Auge auferstehen lassen.
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Artikelbeschreibung

Als der jüdische Kaufmann Jacob Hirschvogl 1897 zum Königlich-Bayerischen Hoflieferanten avanciert, glaubt er sich und seine Familie am Ziel. Mitten im Herzen der Stadt bieten sie mit dem Kaufhaus alles an, was das Herz begehrt - Waren aus der ganzen Welt »von Münchnern für Münchner«. Die Beliebtheit des Kaufhauses rettet sie über die Krisenjahre nach 1918. In den »goldenen« 20er-Jahren baut Tochter Lily das Geschäft am Münchner Rindermarkt zu einem modernen Tempel für Konsum, Kunst und Kultur aus. Eine glückliche Zukunft scheint der Familie offen zu stehen, doch als die Nationalsozialisten an die Macht gelangen, zerplatzt der Traum und die Hirschvogls müssen erleben, wie sich ihre geliebte Heimat München und Bayern gegen sie wenden ...Der große Roman von Erfolgsautorin Heidi Rehn über Aufstieg und Fall einer jüdischen Münchner Warenhaus-Dynastie zu Beginn des turbulenten 20. Jahrhunderts - opulent, dramatisch, emotional.

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Personeninformation

Heidi Rehn wuchs im Mittelrheintal auf und kam zum Studium der Germanistik und Geschichte nach München. Inzwischen hat sie 24 größtenteils historische Romane verfasst. 2014 erhielt sie den »Goldenen Homer« für den besten historischen Beziehungs- und Gesellschaftsroman. Als »Kopfkino live« bietet sie beliebte Romanspaziergänge durch die Münchner Innenstadt an. Dabei wird das fiktive Geschehen an den realen Schauplätzen eindrucksvoll mit der Geschichte dahinter verknüpft. Aktuelle Infos dazu auf www.heidi-rehn.de
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