Von Stufe zu Stufe

Roman
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Buchprofile - Rezension
Ein junger Filmwissenschaftler aus Wien begibt sich im Jahr 2021 auf eine abenteuerliche Reise in die Ukraine, um alte verschollene Filme zu suchen.
Zu Beginn des 20. Jh. werden in Wien die ersten Versuche unternommen, "Films", das ist die damalige Bezeichnung für Filme, zu drehen. Louise und Anton Kolm, die ein renommiertes Fotographengeschäft in Wien betreiben, gehören zusammen mit ihrem Mitarbeiter Jakob Fleck zu den ersten mutigen Pionieren, die mit Hilfe eines Kinematographen Films drehen, die allerdings nur wenige Minuten dauern. Louise hat die Vision, eine längere Handlung wie bei einem Theaterstück festzuhalten, schreibt selbst das Drehbuch und überzeugt ihren Mann, die Durchführung zu wagen. Im Jahr 2021 sieht ein junger, gerade arbeitslos gewordener Filmwissenschaftler während eines Besuchs bei seiner Oma auf Handyfotos der ukrainischen Pflegerin Katalina mehrere alte Filmrollen mit Titeln der Films des Ehepaars Kolm. Um die Filme zu retten, begleitet er sie in ihre Heimat. Dort wird er in kriminelle Machenschaften hineingezogen und mit steigender Spannung wird ein erfolgreicher Ausgang des Vorhabens immer fraglicher. Die Handlung des Romans springt nach kurzen Kapiteln in den jeweils anderen zeitlichen Handlungsstrang. Interessant ist es, den Beginn der Geschichte der österreichischen Filmindustrie kennenzulernen, am Beispiel des Ehepaars Kolm. Trotz all der Anfangsschwierigkeiten lässt sich vor allem Louise Kolm nicht davon abhalten, mit dem Filmen weiterzumachen. Dass sich ein Jahrhundert später ein Filmwissenschaftler allen Gefahren aussetzt, um diese "Films" für die Nachwelt zu retten, rundet die Handlung wunderbar ab. Fein herausgearbeitet ist die Person des Filmwissenschaftlers, der wegen seiner Lebensrealität niedergeschlagen, doch trotz allem vorsichtig hoffnungsvoll der Zukunft entgegenblickt. Empfehlenswert!
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Artikelbeschreibung

Die ersten österreichischenFilme zu Beginn des 20.¿Jahrhunderts sind von billigem Klamauk und nackter Haut geprägt. Im Fotoatelier des Ehepaars Anton und Louise Kolm ist man sich einig: Ein niveauvoller Spielfilm muss her. Louise findet, dass sie selbst den ersten heimischen Kunstfilm drehen sollten. Doch die Männer in ihrem Leben haben Bedenken ...
Über hundert Jahre später verliert Marc seinen Job am Filmarchiv. Als ihm ein Foto von verschollen geglaubten Filmrollen in die Hände fällt, sieht er seine Chance auf eine akademische Karriere gekommen. Aber um an die alten Filme heranzukommen, muss er nicht nur einen Bus in die Ukraine besteigen, er muss sich auch seiner ureigensten Angst stellen: So unerschrocken er als begeisterter 'Roofer' auf Hochhausbaustellen und Kräne klettert - schon beim Anblick eines Kellerabgangs wird ihm ganz anders zumute.

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