Die Schattenfängerin

Roman -
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Buchprofile - Rezension
Stella versucht, in sich ihre Eltern und ihre Schatten zu finden.
Mit 15 verliert Stella ihren Vater. Mit ihm lebte sie allein, aber nicht einsam, in einem Hügelhaus, von der Außenwelt abgeschottet, ihre Mutter hatte sich selbst schon vor Jahren in ein Sanatorium eingewiesen. Das Leben von Vater und Tochter war ein zusammenschweißendes Mysterium: Jährlich brach der Vater zu mehrwöchigen Sonnenfinsternisexkursionen auf, finanzierte das Leben mit dabei gesammelten Meteoriten, unterrichtete Stella privat, brachte ihr das Autofahren bei. Auch wenn beide im Dorf als Sonderlinge galten, wendet man sich Stella unterstützend zu, während sie die früheren Ungewöhnlichkeiten fortführt. Sie tritt die Nachfolge des Totengräbers der Gemeinde an, erwirkt beim Bürgermeister eine Autofahrerlaubnis und stattet der Mutter einen Besuch ab. Vor allem aber beschäftigt sie sich mit den Aufzeichnungen und Expeditionsgerätschaften des Vaters. Kaum "volljährig" und im Besitz von Reisedokumenten, startet sie entgegen allen Reisewarnungen zu ihrer ersten Sonnenfinsternisexpedition in den Kongo. Von dort kommt sie bereichert und verändert ins Haus auf dem Hügel zurück und stürzt sich, nach einem weiteren Besuch bei der Mutter, wieder in Vaters Aufzeichnungen. Auch die Eröffnung in seinem erst jetzt gelesenen Abschiedsbrief, dass sie nicht die leibliche Tochter ihrer Eltern ist, bricht ihre Entdeckerinnensehnsucht nicht. – Eine fantasievolle, mythisch-mystische und packend erzählte Geschichte über eine außerordentliche Tochter-Vater-Beziehung. Die Sehnsucht nach Heilung und gelingendem Leben treibt die Protagonisten und zeigt den Lesenden ihre Normalität. Für Erwachsene und Jugendliche empfohlen.
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Artikelbeschreibung

Wie verkraftet man den viel zu frühen Verlust des Vaters? Eine Vater-Tochter-Geschichte, in der die Sehnsucht lange Schatten wirft und die Erinnerung in allen Farben des Lichts funkelt.

Jedes Jahr eine Reise zur nächsten Sonnenfinsternis. So führt Stellas Vater sein Leben. Immer kommt er zurück mit Fotos von der funkelnden Sonnenkorona und Geschichten von den abgelegensten Orten der Erde. Mitnehmen kann er Stella nicht - viel zu gefährlich -, aber die eigentümlichen Spezialbrillen und die glitzernden Teleskope gehören auch zu ihrem Alltag. Bis der Vater eines Morgens nicht mehr aufsteht. Von nun an ist Stella auf sich allein gestellt, ein Sonderling in dem kleinen Ort. Als sie volljährig wird, beschließt sie, endlich herauszufinden, warum ihr Vater so fasziniert war von der totalen Eklipse. Sie bucht eine Reise in den Kongo, wo die Sonne bald im Verborgenen liegen wird. Dort begreift Stella, dass der Mondschatten die dunkelsten Geheimnisse ihres Vaters hütet...

Ein modernes Märchen: Voll Wärme und Empathie erzählt Michael Stavaric von einer jungen Frau, die sich in der auflauernden Dunkelheit auf die Suche nach ihrer Familiengeschichte macht.

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Personeninformation

Michael Stavaric wurde 1972 in Brno (Tschechoslowakei) geboren. Er lebt als freier Schriftsteller, Übersetzer und Dozent in Wien. Studierte an der Universität Wien Bohemistik und Publizistik/Kommunikationswissenschaften. Über 10 Jahre lang tätig an der Sportuniversität Wien - als Lehrbeauftragter fürs Inline-Skating. Zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen, darunter: Adelbert-Chamisso-Preis und Österreichischer Staatspreis für Kinder- und Jugendliteratur. Zuletzt erschien bei Luchterhand der Roman »Das Phantom«.

Pressestimmen

»Michael Stavaric erzählt in 'Die Schattenfängerin' eine kunstvoll komponierte Geschichte voller Wunder« Irina Kilimnik / Die Presse
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