Der Garten meiner Mutter

Roman
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Buchprofile - Rezension
Um nicht in ihrer Ehe zu ersticken, flieht die junge Inderin Gayatri in Begleitung eines deutschen Künstlers nach Bali.
Indien am Vorabend des Zweiten Weltkrieges. Der Hochschullehrer Nek ist hoch erfreut, dass er die gebildete Gayatri heiraten darf. Doch wird sie in der Ehe nicht glücklich. Als der faszinierende Künstler Walter Spies ihren Weg kreuzt, folgt sie ihm nach Bali. Beide sind Seelenverwandte und gehen in ihrem kreativen Tun auf. Gayatri hofft lange Zeit, ihren neunjährigen Sohn Myshkin nachholen zu können. Nek wirft das Scheitern seiner Ehe jedoch so aus der Bahn, dass er das Kind dem Großvater überlässt und sich auf Pilgerreise begibt. Das Buch setzt sich, grob gesagt, aus zwei Teilen zusammen. Den Anfang machen die Erinnerungen des inzwischen über 60-jährigen Myshkin aus, der in der Retrospektive seine Kindheit erzählt. Der Rest stellt sich als eine Art Briefroman dar. Hier gibt Gayatri ihre Sicht der Dinge, ihre Entwicklung zur Malerin, die Liebe zu Walter und die verzweifelte Sehnsucht nach ihrem Sohn. Das Buch ist nicht leicht zu lesen, da es viele Zeitsprünge beinhaltet und zwei ganz unterschiedliche Protagonisten in den Mittelpunkt stellt, nämlich den mutterlosen Myshkin mit seinen Sorgen, Wünschen und Sehnsüchten sowie Gayatri, die ihre Liebe zur Kunst über die zu ihrem Kind stellt. Ein Buch, das man nachwirken lassen muss, um seine Besonderheit zu entdecken.
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Artikelbeschreibung

"In meiner Kindheit war ich als der Junge bekannt, dessen Mutter mit einem Engländer durchgebrannt war", so beginnt die Geschichte von Myshkin und seiner Mutter Gayatri. Es sind die dreißiger Jahre, Indien hadert mit der britischen Kolonialherrschaft. Da kommen zwei Fremde in den kleinen Ort am Himalaya, der deutsche Maler Walter Spies und eine Tänzerin, und Gayatri, die immer Künstlerin sein wollte, ergreift ihre Chance, der traditionellen Ehe zu entfliehen. Ein großes zeitgeschichtliches Panorama und die ergreifende Geschichte einer ungewöhnlichen Frau, die für ihre Kunst und Freiheit lebt.

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Personeninformation

Anuradha Roy hat mehrere Romane verfasst und lebt in Ranikhet, einer Stadt im indischen Himalaya. Die Autorin war 2011 für den Man Asian Booker Prize und 2016 für den Man Booker Prize nominiert, wurde 2011 mit dem Economist Crossword Prize und 2016 mit dem D.S.C. Prize for South Asian Literature ausgezeichnet. Ihr Roman »Der Garten meiner Mutter« kam auf die Shortlist des International Dublin Literary Award, des JCB Fiction Prize, des Hindu Literary Prize, wurde nominiert für den Walter Scott Prize for Historical Fiction und gewann den Tata Book of the Year Award for Fiction. Werner Löcher-Lawrence studierte Journalismus, Literatur und Philosophie, arbeitete als Lektor in verschiedenen Verlagen. Heute ist er als literarischer Agent und Übersetzer tätig. Zu den von ihm übersetzten Autoren gehören u.a. John Boyne, Hilary Mantel, Hisham Matar, Benjamin Myers und Ann Napolitano.

Pressestimmen

»Eine ergreifende Familiengeschichte, die man nicht mehr aus der Hand legen will.« Flow
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