GOTT

Ein Theaterstück
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Buchprofile - Rezension
Verhandlung über die Frage, wer über das eigene Leben bestimmen darf - ein Theaterstück.
Nach dem viel diskutierten und bekannt gewordenen Theaterstück "Terror" stellt Ferdinand von Schirach nun eine zweite explosive Frage, wem unser Leben gehöre und wer über unseren Tod entscheiden dürfe. In der Akademie der Wissenschaften tagt der Ethikrat, um diese Frage an einem konkreten Beispiel, dem anwesenden 78-jährigen, lebensmüden Herrn Gärtner zu verhandeln. Zu Wort kommen unter dem Vorsitzenden ein Mitglied des Ethikrates, eine Ärztin, der Anwalt des Betroffenen, der Vorsitzende der Bundesärztekammer, eine Rechtssachverständige und als Vertreter der christlichen Werte ein Bischof als theologischer Sachverständiger. In Auseinandersetzung mit den bohrenden und hintergründigen Fragen des Anwalts des Lebensunwilligen nehmen der Reihe nach die Vertreter der verschiedenen Fakultäten Stellung zur brisanten Problemstellung und beleuchten so reihum die philosophische Frage, wer denn nun letztlich Herr über das Leben sei. Akribisch recherchiert und mit Fakten, Statistiken und Menschenbildern gefüttert, entsteht so das Panorama, vor dem letztlich die Zuschauer/innen ihr Urteil fällen sollen. Der Blick wird geweitet, eventuell verändert, da alle relevanten Perspektiven beleuchtet werden. Allein die Verteidigung des Bischofs mag den Theologieverständigen nicht allzu sehr zufriedenzustellen, hätte das Christentum da doch mehr oder Tieferes zu bieten. Umso überzeugender und brillanter endet das Theaterstück mit zwei Plädoyers, die das Wesentlich und Eigentliche auf den Punkt bringen. - Im Anhang liefern noch drei Experten Material aus existenziell-kultureller, ethischer und rechtlicher Sicht, um eine geprüfte Meinungsbildung beim Leser zu befördern. Buch wie Theaterstück leisten einen wertvollen Beitrag zur differenzierten und schwierigen Stellungnahme in einer Frage, die höchst gesellschaftsrelevant ist.
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Artikelbeschreibung

Wem gehört unser Leben? Wer entscheidet über unseren Tod?

Richard Gärtner, 78, ein körperlich und geistig gesunder Mann, will seit dem Tod seiner Frau nicht mehr weiterleben. Er verlangt nach einem Medikament, das ihn tötet. Mediziner, Juristen, Pfarrer, Ethiker, Politiker und Teile der Gesellschaft zweifeln, ob Ärzte ihm bei seinem Suizid helfen dürfen. Die Ethikkommission diskutiert den Fall.

Ferdinand von Schirach verhandelt in seinem neuen Theaterstück das Sterben des Menschen. Und wie schon in seinem ersten Drama »Terror« müssen wir am Ende selbst ein Urteil fällen. Wem gehört unser Leben? Wer entscheidet über unseren Tod? Wer sind wir? Und wer wollen wir sein?

Ergänzt wird der Band um Essays von drei namhaften Wissenschaftlern, die das Thema der ärztlichen Suizidbegleitung aus medizinethischer, juristischer und theologisch-philosophischer Perspektive beleuchten.

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Personeninformation

Der Spiegel nannte Ferdinand von Schirach einen »großartigen Erzähler«, die New York Times einen »außergewöhnlichen Stilisten«, der Independent verglich ihn mit Kafka und Kleist, der Daily Telegraph schrieb, er sei »eine der markantesten Stimmen der europäischen Literatur«. Seine Bücher wurden vielfach verfilmt und zu millionenfach verkauften internationalen Bestsellern. Sie erschienen in mehr als vierzig Ländern. Die Theaterstücke Terror und Gott zählen zu den erfolgreichsten Dramen unserer Zeit, und Essaybände wie Die Würde des Menschen ist antastbar sowie die Gespräche mit Alexander Kluge Die Herzlichkeit der Vernunft und Trotzdem standen monatelang auf den deutschen Bestsellerlisten. Ferdinand von Schirach wurde vielfach mit Literaturpreisen ausgezeichnet. Er lebt in Berlin. Zuletzt erschienen von ihm u.a. die Erzählsammlung Nachmittage sowie der Theatermonolog Regen.

Pressestimmen

»Ferdinand von Schirach ist ein großartiger Erzähler, was er auch in diesem Theaterstück unter Beweis stellt.« Simon Rilling / Stuttgarter Zeitung
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