Das Lied des Propheten

Roman | Booker Prize 2023
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Buchprofile - Rezension
Und plötzlich herrscht Krieg!
Nach den letzten Wahlen steht in der Republik Irland eine rechtsextreme Partei in der Regierungsverantwortung. Eher schnell als schleichend wird aus dem demokratischen Land ein totalitärer Staat, in dem die neuen Machthaber unliebsame Meinungen unterbinden und politische Gegner aus dem Weg räumen. Als Reaktion darauf entsteht im Untergrund eine Revolte, und vor allem junge Menschen wehren sich mit allen Mitteln gegen die Diktatur. Resultat ist ein Bürgerkrieg mit verheerenden Folgen für alle. Paul Lynch erzählt dieses erschreckend vorstellbare Szenario anhand des Schicksals der Familie Starck. Larry, Vorsitzender der Lehrergewerkschaft, wird von der Geheimpolizei verhört und verschwindet spurlos. Seine Frau Eilish verliert ihren Job als Wissenschaftlerin und muss mit ihren vier Kindern und ihrem dementen Vater bald ums bloße Überleben kämpfen. Am Ende bleibt nur die lebensgefährliche Flucht ins benachbarte und sichere Nordirland, doch hier will man keine Flüchtlinge ... – Beklemmend in der Aussage und brillant in der Erzählstruktur entwickelt sich dieser mit dem Booker-Prize 2023 ausgezeichnete Roman zu einem bemerkenswerten Aufruf, Parteien mit autoritären Machtansprüchen an der Wahlurne eine Absage zu erteilen. Allen Büchereien dringend empfohlen.
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Ina Winkler empfiehlt:

Sehr beklemmend liest sich diese Dystopie, die nur eine Haaresbreite von unserer Gegenwart entfernt zu sein scheint und am Beispiel einer irischen Familie zeigt, wie ein totalitärer Staat seine Herrschaft manifestiert. Ein Roman, der erschüttert und verstört und wie ein Warnruf wirkt!

Ina Winkler, Buchhändlerin

Artikelbeschreibung

SWR Bestenliste Januar 2025

Booker Prize 2023

»Wenn es so etwas wie ein zentrales Buch für unsere Zeit gibt, dann ist es dieses. Brillant und Eindringlich« The Observer

An einem regennassen Abend in Dublin öffnet die Wissenschaftlerin und vierfache Mutter Eilish Stack ihre Haustür und steht zwei Beamten der neu gegründeten irischen Geheimpolizei gegenüber. Sie sind gekommen, um ihren Mann Larry, einen bekannten Gewerkschafter, zu verhören. Kurz nach dieser Begegnung verschwindet Larry, und sehr schnell beginnen die Dinge in Eilishs Welt aus dem Ruder zu laufen.

Irland befindet sich in der Gewalt einer Regierung, die auf dem Weg in die Tyrannei ist. Eilish findet sich in der alptraumhaften Logik einer kollabierenden Gesellschaft wieder, angegriffen von unsichtbaren Kräften, die sich ihrer Kontrolle entziehen. Sie ist gezwungen, alles zu tun, um ihre Familie zu schützen und alle zusammenzuhalten. Wie soll sie ihren Kindern erklären, was passiert ist, wenn sie nach dem Vater fragen? Wie wird ihr eigener zunehmend dementer Vater auf die gravierenden Veränderungen seines Alltags reagieren? Und wie weit wird Eilish selbst gehen, um sich und ihre Familie zu retten? »Das Lied des Propheten« ist ein atemloses Porträt einer Familie am Rande der Katastrophe, das stilistisch und emotional seinesgleichen sucht. Paul Lynchs meisterhafter Roman ist das Buch der Stunde - und ein Appell, die entstehenden autoritären Regime der Gegenwart zu bekämpfen.

»Ein Triumph des emotionalen Erzählens, mutig und anregend« Booker Prize Jury

»Ein wichtiges und unvergessliches Leseerlebnis.« The Guardian

»Einer der erschütterndsten und provokativsten Romane, die ich seit langem gelesen habe.« Scotsman

»Paul Lynch ist einer der meistgefeierten irischen Schriftsteller seiner Generation und 'Das Lied des Propheten' ist Irlands '1984'.« Telegraph

»Ein Meisterwerk« Big Issue

»Erschreckend plausibel« Irish Times

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Personeninformation

Paul Lynch, geb. 1977 in Limerick, wuchs in Donegal auf und lebt in Dublin. Von 2007 bis 2011 war er Chef-Filmkritiker der irischen Zeitung »Sunday Tribune« und schrieb regelmäßig für die »Sunday Times«. Seitdem ist er hauptberuflich Autor. Seine Werke wurden mit zahlreichen Preisen in Irland und UK ausgezeichnet. Für seinen aktuellen Roman »Das Lied des Propheten« erhielt er den Booker-Prize 2023.

Eike Schönfeld, geb. 1949, übersetzt seit über 30 Jahren englischsprachige Literatur, darunter von Joan Didion, Jeffrey Eugenides und Jonathan Franzen. Er wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Preis der Leipziger Buchmesse. Er lebt in Paris.

Pressestimmen

»Ein Roman, der seinen Leser einsaugt, ihm seiner Präzision und albtraumhaften Intensität wegen körperliche Schmerzen bereitet und ihn bis zum unglaublichen Ende nicht mehr ausspuckt. Wer wissen will, was drohen könnte, muss dieses Buch lesen.« Peer Teuwsen, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag, 24. November 2024 Peer Teuwsen NZZ am Sonntag 20241124
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