Ich, die ich Männer nicht kannte

Roman
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Buchprofile - Rezension
Dystopischer Roman über eine rätselhaft-düstere Welt in unklarer Gefangenschaft.
Ein kleines Mädchen wurde zusammen mit 39 Frauen betäubt und in einen unterirdischen Käfig gesperrt, doch weiß keine von ihnen, weshalb. Außer ein paar Metern Stoff, Seife und zweimal täglich Lebensmitteln erhalten die Frauen nichts von ihren sechs schweigsamen Wächtern, die höchstens mit Peitschenknallen auf Regelbrüche reagieren. In diesem Gefängnis wächst das Mädchen, die namenlose Protagonistin auf, die von den Frauen nur „die Kleine“ genannt wird. In einer Rückblende erzählt die inzwischen altgewordene Protagonistin von ihrer Kindheit und Jugend in dem Verlies. Zwar brennt dort den ganzen Tag elektrisches Licht, doch haben die Frauen jegliches Zeitgefühl verloren und sind den Blicken der Wächter und ihrer Mitinsassinnen dauerhaft ausgesetzt. Berührungen untereinander und Gefühlsausbrüche sowie jeglicher Widerstand sind verboten; dennoch gelingt es dem Mädchen inmitten der trostlosen Atmosphäre, eine eigene Welt in ihrem Inneren aufzubauen. Dabei stellt sie sich vor, ein junger Wächter sei in sie verliebt. So schafft es die Heranwachsende, ihre fehlenden Erinnerungen an die Zeit vor ihrer Gefangenschaft zu kompensieren und ihre Menschlichkeit zu bewahren. Doch eines Tages ertönt ein Alarm und alles ändert sich schlagartig... - Ein packender, aufwühlender Roman, der unter die Haut geht. Sehr zu empfehlen.
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Artikelbeschreibung

»Ein wahres Wunder« New York Times

Der internationale Sensationserfolg

Tief unter der Erde werden neununddreißig Frauen gefangen gehalten. Während das elektrische Licht Tag und Nacht verschwimmen lässt, sitzt ein junges Mädchen - die vierzigste Gefangene - allein und ausgestoßen in der Ecke. »Ich, die ich Männer nicht kannte« ist so feministisch wie »Der Report der Magd« und so existentiell wie »Die Wand«: Ein moderner Klassiker, internationaler Verkaufserfolg und BookTok-Hit in neuer deutscher Übersetzung.

In einem unterirdischen Gefängnis sitzen neununddreißig Frauen. Was übertage geschehen ist, wissen sie nicht: Wurde die Welt verlassen, von einem Virus verwüstet? Die Frauen können sich nicht erinnern, wie sie in den Käfig gelangt sind, haben jegliches Zeitgefühl verloren und nur eine vage Ahnung von ihrem alten Leben. Ihre Aufseher, sechs schweigsame Männer in Uniform, sprechen nicht mit ihnen und berühren sie nur, um sicherzustellen, dass keine von ihnen versucht, sich das Leben zu nehmen. Eines Tages ertönt ein Alarm, und die Wachen verschwinden; die Tür steht offen. Als erste wagt jene vierzigste Gefangene den ersten Schritt, die nichts als das Gefängnis kannte. Doch anders als erhofft, finden die Frauen draußen nicht die Freiheit, sondern eine Welt, die sie nicht wiedererkennen und in der sie lernen müssen, sich gemeinsam zurechtzufinden.

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Personeninformation

Jacqueline Harpman, 1929 in Etterbeek, Belgien, geboren, ist eine der großen Stimmen der französischsprachigen Literatur des 20. Jahrhunderts. Ihre Familie musste vor den Nationalsozialisten nach Casablanca fliehen und konnte erst nach dem Krieg in ihre Heimat zurückkehren. Nach einem Studium der französischen Literatur begann sie eine Ausbildung zur Ärztin, die sie jedoch aufgrund einer Tuberkuloseerkrankung nicht abschließen konnte, und wandte sich dem Schreiben zu. Im Jahr 1980 machte sie ihren Abschluss als Psychoanalytikerin. Harpman schrieb über 15 Romane und gewann zahlreiche Literaturpreise.

Luca Homburg, geboren 1995, studierte Philosophie, französische Literatur und Translation in Durham, Paris und Wien. Sie übersetzt aus dem Englischen, Französischen und Niederländischen und arbeitet als Lektorin in Frankfurt am Main.

Pressestimmen

»Das Großartige an Jacqueline Harpmans existentieller Parabel ist: Sie lässt all diese Deutungsoptionen zu und ist offen für weitere.« Dina Netz, Deutschlandfunk, 23. April 2026 Dina Netz Deutschlandfunk 20260423
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