Low

Band 2
David Bowie's Berlin Years | David Bowie in Berlin
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Buchprofile - Rezension
Fortsetzung der Comicbiografie um Rockstar David Bowie und seine Neuausrichtung in Berlin.
Nach internationalen Erfolgen sieht sich der zunehmend drogenabhängige David Bowie in Amerika langsam in eine Sackgasse gedrängt. Gemeinsam mit seinem Freund Iggy Pop beschließt er, in einem abgelegenen Berliner Wohnhaus neu anzufangen. Dabei interessieren den experimentierfreudigen Sänger besonders elektronische Sounds von Krautrock-Bands wie Can, Kraftwerk oder Tangerine Dream. Nachdem er sich von Management und früherer Plattenfirma löst und ins Berliner Nachtleben stürzt, kommt es zwischen Bowie und Mitbewohner Iggy Pop nach mehrfacher Zusammenarbeit bald zu Differenzen. Musikfan Reinhard Kleist konzentrierte sich im zweiten Teil seiner Bowie-Biografie nach „Starman“ (BP/mp 22/779) auf dessen Berlin-Ära 1976-78, in der das gefeierte Album „Low“ und der mehrsprachige Hit „Heroes“ entstanden. Die Rückblenden legte Kleist dabei unterschiedlich monochrom an. Wiederholt taucht Raumfahrer Major Tom als Geist der Vergangenheit auf. Ebenso baut er Musikvideos wie „Heroes“ oder das erst später entstandene „Ashes to Ashes“ ein, die einfallsreich mit surrealen Momenten wie einem „2001“-Zitat verknüpft werden. Dem vielschichtigen Band gelingt es erneut, die Atmosphäre der Siebziger und die Aufbruchsstimmung in der Musikindustrie lebendig werden zu lassen. Für größere Bestände.
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Artikelbeschreibung

1976 ist David Bowie auf dem Höhepunkt ... seiner Drogensucht. Von Paranoia und
Starrummel zerrüttet, flieht er aus dem grellen Los Angeles nach (West-) Berlin.
In der Stadt, in der jeder Gang irgendwann an einer Mauer endet, sollte er sich
frei fühlen wie nie.

Mit viel Zeitkolorit schildert Reinhard Kleist, wie Bowie sich in Berlin kopfüber
ins Gestern, ins Heute und ins Morgen stürzt: Mit Romy Haag erkundet er die
Dekadenz der wilden Zwanziger, mit Iggy Pop taucht er ein in die Musik von Kraftwerk und Tangerine Dream.
Und in den Hansa Studios im Schatten der Berliner Mauer erwächst dem Geist
der Vergangenheit seine visionärste Musik. In Berlin werden Ziggy Stardust,
Halloween Jack, der Thin White Duke zu David Bowie ...

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Personeninformation

Reinhard Kleist, geboren 1970 in Hürth, studierte Grafik und Design in Münster. Seit 1996 lebt und arbeitet er in Berlin. Reinhard Kleist veröffentlichte zahlreiche Comics, u. a. bei den Verlagen Ehapa, Landpresse, Reprodukt, Edition 52 und Carlsen. Neben seinen Comicarbeiten schuf der Berliner Künstler Illustrationen für Bücher und Plattencover. Reinhard Kleist wurde für seine Comics bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet, darunter mit dem Max und Moritz-Preis für "Cash - I see a darkness". Mit "Der Boxer" gewann er den Deutschen Jugendliteraturpreis. Vor der Biografie des jüdischen Boxers schuf Reinhard Kleist die Comic-Biografie "Castro" und brachte im Vorfeld dazu das Reisetagebuch "Havanna - eine kubanische Reise" heraus. Für "Der Traum von Olympia" erhielt er u. a. den Jahres-LUCHS 2015 und den Gustav-Heinemann Friedenspreis 2016. Nachdem er 2017 seine Comic-Biografie "Nick Cave" veröffentlichte, in der er das bewegte Leben des Musikers nacherzählte, erhielt Reinhard Kleist den Max und Moritz-Preis als Bester deutschsprachiger Künstler (2018). In "Knock Out!" setzt er sich zum zweiten Mal mit einem außergewöhnlichen Boxerleben auseinander. Mit "Starman - The Ziggy Stardust Years" hat er dem englischen Jahrhundertmusiker David Bowie ein erstes zeichnerisches Denkmal gesetzt - Fortsetzung folgt mit "Low" über Bowies Berlin Jahre.

Pressestimmen

"ein vielschichtiges Bowie-Portrait." Christian Gasser Neue Züricher Zeitung 20250211
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