Vatermilch 1: Die Irrfahrten des Rufus Himmelstoss

Band 1
Autobiografisch inspirierte Graphic Novel über eine komplexe Vater-Sohn-Beziehung in den 70er Jahren
23,00 €
(inkl. MwSt.)
Versandkostenfrei in DE
Sofort lieferbar
Buchprofile - Rezension
Auf der Suche nach seinem Vater versucht Victor seine eigene Identität zu finden.
Victor Himmelstoß sieht seinen Vater Rufus nach Jahrzehnten erst wieder, als dieser gestorben ist. Er versucht sich an einen für ihn nicht präsenten Vater zu erinnern und begibt sich damit auf die Suche nach sich selbst. Die beiden Handlungen werden parallel erzählt. Die Geschichte des Rufus ist in schwarz-weiß gehalten und gibt das Lebensgefühl der 1970er Jahre wieder. Rufus ist Handelsvertreter für Markisen und kommt in der "besseren" Gesellschaft herum. Er fühlt sich in dem kleinbürgerlichen Milieu seiner Familie nicht wohl und will "mehr" sein. Sein Leben ist bestimmt von Alkohol, Kartenspielen, freier Liebe. Dies alles gipfelt in einem von ihm unter Alkoholeinfluss verursachtem Autounfall, bei dem drei Menschen sterben. Danach taucht er ab und lässt seine Familie im Stich. Victor konnte dies nie verarbeiten. Er gibt seinem Vater die Schuld, dass auch er mit seiner Familie nicht zurechtkommt und ihm alles zu "eng" ist. Dieser zweite Handlungsstrang ist lila unterlegt und hebt sich so von der Vatergeschichte ab. Das erleichtert die Orientierung, da oft zwischen beiden Strängen hin und her gewechselt wird. Rufus und Victor haben vieles gemeinsam, doch was ist Victor mit der "Vatermilch" mitgegeben worden und was nicht? Für was kann er seinen Vater verantwortlich machen und für was nicht? Es sind Fragen, die wohl einige umtreiben. Vielleicht nicht mit solchen Auswirkungen, aber trotzdem bleibt: welche Eigenarten und Verhaltensmuster sind vorbestimmt bzw. uns mit der Mutter- oder Vatermilch mitgegeben worden und für welche sind wir selbst verantwortlich. Insgesamt ist die Graphic Novel flott erzählt und berührt ein Thema, das für viele interessant ist.
Weiterlesen

Artikelbeschreibung

Ein charismatischer junger Vater taumelt durchs Leben - getrieben vom verzweifelten Versuch, seiner Rolle zu entkommen.

München 1975: Disco, freie Liebe, Kokain- und Champagnerexzesse - das ist die Welt von Rufus Himmelstoss. Der egozentrische Frauenheld lebt konsequent über seine Verhältnisse. Als er im Suff einen Verkehrsunfall verursacht, bei dem eine junge Mutter und ihre beiden Kinder sterben, taucht er ins Obdachlosenmilieu ab. Zwischen Wodka und Wohnheim fasst Rufus Himmelstoss einen weitreichenden Entschluss. Für sich. Und für seinen Sohn. 

Uli Oesterle erzählt die bewegende Geschichte eines Vaters, der den Kontakt zur Realität verliert. Und die Geschichte eines Sohnes, der in den Fragmenten der Vergangenheit nach Antworten sucht. In meisterhaften Bildern und mit großem Einfühlungsvermögen verwebt Oesterle autobiografische Elemente mit fiktiven Erzählungen.  

  • Komplexe Vater-Sohn-Beziehung: Graphic Novel über die ungeschönte Wahrheit des Vaterseins und die Suche nach sich selbst. 
  • Preisgekrönter Autor: Rasante Fabulierfreude, vielschichtige Figuren und treffsichere Dialoge - Uli Oesterle auf der Höhe seiner Kunst. 
  • Vierteilig angelegte Serie: Der Auftakt einer großen Erzählung in vier Bänden. 


Eine Comic-Geschichte über Alkoholismus und Verantwortung: tiefgründig, sensibel und zugleich wahnsinnig unterhaltsam. 

Produktsicherheit

Hersteller: Carlsen Verlag GmbH
Anschrift: Völckersstraße 14-20
DE-22765 Hamburg
Kontakt: produktsicherheit@carlsen.de

Personeninformation

Uli Oesterle, 1966 in Karlsruhe geboren, arbeitet seit seiner Ausbildung zum Grafiker an der Akademie für Gestaltung in München seit Anfang der 1990er-Jahre als freiberuflicher Illustrator, Grafiker und Comicautor u.a. für den Heye- / Athesia Verlag und die Süddeutsche Zeitung. Für das erste Kapitel seiner Comicerzählung »Hector Umbra« erhielt Oesterle 2004 den »ICOM Independent Comic Preis«, die gesamte Geschichte wurde 2010 sowohl für den Max und Moritz-Preis sowie den renommierten Preis des Festivals de la Band Dessinée D'Angouleme nominiert. Bereits vor Erscheinen wurde seine aktuelle Arbeit »Vatermilch« mit dem Comicbuchpreis der Berthold-Leibinger-Stiftung ausgezeichnet. Für sein Werk ehrte die Stadt München Uli Oesterle 2018 mit dem Schwabinger Kunstpreis. Uli Oesterle lebt und arbeitet in München.

Pressestimmen

"Eine aufgekratzte Münchner Mischung mit viel wildem Schwabing." Christa Sigg Abendzeitung 20200530
Mehr von Oesterle, Uli

Bewertungen

Die Bewertungen werden vor ihrer Veröffentlichung nicht auf ihre Echtheit überprüft. Sie können daher auch von Verbrauchern stammen, die die bewerteten Produkte tatsächlich gar nicht erworben/genutzt haben.